Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 2 (November 1867)
- Article
- Die Lieder der Koraiden
- Date
- 1867-11-01
- Page
- 40 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Lieder der Koraiden. 40 iten sie sich zum Etgenthum nehme». Demgemäß würde;אדרם וגו heißen: ich führe sie mir langsam zum Hause Gottes. Das Suff. plur. bezöge!sich dann auf die Volksmenge, deren -Gedanke, wenn auch nicht ausgcdrückt, durch die in אעבר נסך gegebene Vorstellung des Fastens aller -staatsbürgerlichen Scheidewände, der Idee nach gegenwärtig ist. Der ganze Ausdruck malte somit in höchst plastischer Weise den Anblick des Landes in dem Momente der damaligen Hin- Auswanderungen nach Jerusalem. Aus asten Gegenden des Landes -bewegen sich Züge in langsamen Wanderschritt hinaus zu einem Mittelpuukte. Es ist die gemeinsame Mutter, die Nation, כגסת ישראל, die ihre Kinder aus allen Gauen zu sich heranbewegt um sie gemeinsam dem Einen Vater in dem Hause seines Gesetzes zuzuführcn. — חגג selbst heißt ja ursprünglich einen Kreis bilden und davon das Fest חג, das die ganze Nation als Kreis um den gemeinsamen Mittelpunkt zusammenzieht.) 6. Doch Israel macht sich selbst darüber Vorwürfe, daß es sich von dem Gedanken seines Geschickes niederbeugen läßt — (עלי, ebenso wie oben V. 5: über mich, d. h. wegen meiner. —ישועות פניו und dazu im Gegensatz am Schluffe des Liedes: ישועות פניו;ישועת פגי sind die HeileSverleihnng, die Gott uns nach seiner Einsichtangedeihcn Wt, wobei oft eben Das nicht in Erfüllung geht, wonach unser Angesicht, פגי, sehnsüchtig ausblickt. Dazu schließt das Lied im Gegensatz mit der nach höheren Zuversicht, daß Das, was wir in der Zwischenzeit nur als ישועות פניו, als die die Gotteszwecke fördernden Heilesverleihung begriffen haben, sich am Ende zugleich als ישועת פגי als die Erfüllung aller unserer eigenen Wünsche und Hoffnungen bewähren werde) — es weckt in sich die Zuversicht, daß es Gott noch einst für Alles zu danken haben werde, was Er nach Seiner Einficht, zur Förderung Seiner Zwecke über es ergehen läßt; es wendet sich daher mit dem folgenden B. 7. an Gott und sucht in תפלח die rechte Stimmung und das rechte ״Selbsturtheil" vor Gott zu finden. Die Erinnerung an seine gottzeigende Vergangenheit, der es eben mit Wehmuth sich hingcgcben, soll es vielmehr aufrichten wenn sein Geschick es beugen will. Diese Erinnerung an die Vergangenheit heißt hier: Gottes sich er-