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Jeschurun · 1867-10-01 · Heft 1 (Oktober 1867) · p. 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 1 (Oktober 1867)
Article
Skizzen zu einer Geschichte der Juden in Köln
Date
1867-10-01
Page
20 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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20 Skizzen zu einer GeWchtx dßr Juden in Köln. der Stätte, das fernere Begraben zu verhindern, einen Galgen daselbst errichte». Der Senat erreichte seinen menschenfreundlich«! Zweck, die Juden ließen ihre Tobten in einer anderen Erde ruhen. Sonach wurde 1529 der Galgen aufgehoben und nach Meladen verlegt. 1503 als der getaufte Joseph Pfefferkorn aus Mähren, um de» Händen der Justiz zu entgehen aus feinem Vaterlande floh und sich mit seiner Familie in Köln »iederließ,-begannen dessen fluchwürdige mit dein Eonvertiten Victor von Karben und drin bernchtigten Ketzerrichter Jakob Hochstraten mit unermüdlichem Eifer unternommene Druunciationen gegen alle hebräischen und rabbinischcn Bücher, (die Bibel ausgenommen) welche nach ihrem Wunsche im ganzen heiligen deutschen Reiche durch Henkershand verbrannt werden sollten. Der Professor der Kölner Hochschule, Ortevinus Grotius unterstützte sie durch sein Buch: Os vita st moribus Judaeorum (editio 1504). Auch Kaiser Maximilian war ihren Bestrebungen aufaugs nicht abhold. Bald aber wurde durch Johann Reuchlitt und Ulrich von Hutten — Ersterer erließ gegen Pfefferkorn sein Speculum oculare, Letzterer gegen die dem finstersten Fanatismus ergebene Kölner Universität seine berühmten spistoias virorum obscurorum —, welchen sich auch die bedeutendsten Hochschulen Europa's anschlossen Vas Wüthen der Obskuranten unschädlich gemacht. 1583 erklärte Stephan Isaak*), der 1542 zu Wetzlar ge- *) Jsaac kam 1551 als Lehrer der hebräischen Sprache au das Montaner Gymnasium und veröffentlichte hier zwei Jahre darauf seinen טמא אחרי שאר in hebe, und latein. Sprache, er nennt sich יוחגן יצחק סג״ל und Johann Jsaac Levita Germanus, gesteht aber in einem hebr. Briese an den Pastor von St. Paul, daß er ein gelauster Jude sei. In der Vorrede spricht er brgeistert von dem Nutzen der hebr. Sprache, die mit keiner andern zu vergleichen sei. Dann wünscht er seinen College» und Schülern: Mosis clementiam, Davidi pi&talietn, Salomonis sapientiam. Doch kann auch er seinen Judenhaß nicht ganz verbergen. In einem seiner Briefe heißt es: שמעתי שהיהודים בעלי צדקה ותמיד מכניסים אורחים ושיש רשות ליהודי נכרי לישב או ללון בבית יהודי אחר נ׳ או ר׳ או ה' ימים בחנם גם נותנים צדה לדרך כן הוא ובמנהג הזה אני משבח היהודים אבל בהרבה מקומות בבית היהודים תמצא כתוב בקירות הבית החרוז: ביום הראשון אורח ביום

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