Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1867)
- Article
- Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
- Date
- 1867-10-01
- Page
- 15 (sequence 15)
- Language
- German
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Bon vr. I. Gugenheimer. 15 aus der in der oben angeführte» Erklärung der Gvltesnamen nachgewiesenen Bedeutung derselben. Wir kommen nun auf die von der Bibelkritik behauptete Verschtedenheit der Auödrucköwcisc; Knobel, dem das Verdienst, die Arbeiten seiner Vorgänger fleißig benützt zu haben, zuerkannt werden muß, sagt i» seinen Vorbemerkungen zum 2. Kap.: ״Der Ansdruck ״der Erzählung trifft vielfach mit den übrigen j....istischen ״Stücken zusammen, z. B. die Verbindungen mit שרה V. 5. הפעם ,.20 .19 (?) .6״ dasmal V. 23., עבד אדמה V. 5. 15. wie מות תטוח ,.12 .2 ,4 .23 ,3״ V. 17 wie 3, 4. 20, 7., ,תדדמד V. 21״, wie 15, 12.״ Es ist wohl kaum anzunehmc», daß selbst die Bibelkrttik diese Ausdrücke als Beweis für die von ihr behauptete Verschiedenheit der Verfasser betrachtet, denn wäre dieß der Fall, so würde diese vermeintliche Beweisführung eine petitio principii zum Ausgangspunkte nehme», indem fle, wie aus der vorstehenden Bemerkung ersichtlich ist, die Eristcuz j....tstischer (also intcrpvlirtcr) Stücke als ein sich von selbst verstehendes unantastbares Axiom betrachtet. Da also diese auf den Sprachgebrauch sich stützende Bemerkung auf einer Voraussetzung beruht, die sich uns durch die Widerlegung sämmtlicher Gründe, welche die Bibclkritik für den späteren Ursprung des 2. Kap. anführte, als unhaltbar hcrausstellte, ist die Annahme einer e....istischen und j....isttschen Ausdrucksweise eine um so willkürlichere, als sich bei der Betrachtung der verschiedensten Literaturkreisc zeigt, daß sich auS den Werke» eines und desselben Verfassers Sammlungen von Sprach- und Styl-Varietäten herauslesen ließen. Ucbcrdieß müßte, wenn der ״Ausdruck der Erzählung״ zu irgend einem Schlüsse auf deren Ursprung, respektive auf die behauptete Verschiedenheit der Verfasser berechtigen sollte, zuerst nach ge wiesen werden, daß in den nach Annahme der Bibelkritik älteren Stücken an solchen Stellen, in denen Gelegenheit zu den vermeintlich jüngeren Ausdrücken gegeben war, dieselben durch andere ersetzt sind. Daß aber dieser Nachweis von der Bibclkritik nicht geliefert wird, und daß ihre mit einem so unerschütterlichen Znfallibilitätsglauben festgehaltene Meinung, aus Ausdrücken und Sprachwendungen das Alter der biblischeu Stücke argumcntiren zu können, auf der größte» Oberflächlichkeit beruht, ergibt sich schon aus der Betrachtung der aus