Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1867)
- Article
- Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
- Date
- 1867-10-01
- Page
- 13 (sequence 13)
- Language
- German
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Von Vr. I. Gugenheimer. 13 ״her 4 gesonderte Quelle» bedeutet, die außerhalb Edens aus dem ״Einen Strome, nachdem dieser den Garten getränkt und sich in ״die Erd« verloren, an 4 verschiedenen Stellen Hervorbrechen, -״zur Zeit der Uebergabe der Thora völlig bekannt waren", von uns jedoch nicht mit Bestimmtheit zu eruire» sind. Aber wenn auch die Auffindung derselben gelungen wäre, müßte die angeführte auf der ״Kenntniß von Dingen des östlicheren Asiens" gestützte Behauptung selbst vom rein wiffenschaftlichen Gesichtspunkte als eine ungerechtfertigte betrachtet werden, da wir keine Geschichte der geographischen Kenntnisse des Alterthnms haben, welche den Nachweis liefert, daß die Empfänger der Thora, oder — um uns des Ausdruckes der Bibelkritik zu bedienen — die Hebräer der alten Zeit nicht die vielleicht ganz unbedeutende geographische Kunde haben konnten, die für sie zur Kenntniß der i» jener Beschreibung erwähnten Flüsse, Gegenden und Produkte erforderlich war. Daß die Kenntniß von ״Sagen des östlichen Asiens" nicht bei ihnen anzunchmen ist, geben wir gerne zu; um aber diese vermeintliche Kenntniß zur Basis kritischer Deduktionen zu machen, mußte nachgewiesen werden, daß der vorliegende Bericht der Genesis wirklich auf einer ״Sage des östlicheren Asiens" beruht; dieß ist jedoch nicht geschehen, denn aus dem von Knobel hcrvorgehobenen Umstande, daß die Zcndbücher eine Gegend Heden erwähnen und in Hedenesch Zoroaster geboren sein lassen, liegt noch nicht der Schatten eines Beweises, daß zwischen dein Berichte der Bibel und jener persischen Sage auch nur der geringste Zusammenhang vorhanden sei. So sehr das Streben, biblische Berichte aus den ganz Heterogenen, im diametralsten Gegensätze zu ihren stehenden heidnischen Mythen zu erklären, seit mehreren Dezennien auch im jüdischen Kreise Verbreitung gefunden, so ist doch selbst die wissenschaftliche Berechtigung dieser nebelhaften, jeder sicheren Basis entbehrenden Erlänterungsversnche noch nicht nachgewiesen worden. So lauge aber der von Knobel behauptete fremdartige Ursprung des Gen. 2, 8—15 enthaltenen Berichtes nicht dokumentirt ist, muß leine erwähnte Annahme zu den auf grundlosen Voraussetzungen sich stützenden und bet näherer Betrachtung in sich selbst zerfallenden Luftgebäuden der Bibelkritik gerechnet werden. Ebenso falsch ist die aus V. 7. 8. 15. 17. 19. 21. 22 des