Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1867)
- Article
- Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
- Date
- 1867-10-01
- Page
- 11 (sequence 11)
- Language
- German
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Don vr. I. Gugmheimer. 11 ״könnte, welcher auf den moschischen Bergen Armeniens entspringt, (Strabo 11p. 498. Dionys. Perieg. 694. Plin. 6, 4) und von Osten nach Westen in das schwarze Meer geht. Chavilawäre dann Kolchts, der גיחון müßte der Araxcs sein, welcher denselben llrsprungsort mit dem Euphrat hat." Obschon Knobel S. 27 hicgegen einige Gründe anführt, worunter auch den, daß die Cherubim ״in Armenien nicht zu finde» find" (!), würde er sich dennoch für Armenien entscheiden, ״hätte der Verf. vom Ursprünge des Euphrat und Tigris eine genaue Kenntniß gehabt; erhalte ״sie jedoch nicht? ״da er alle 4 Flüsse aus derselben Örtlichkeit kommen läßt." Darum ist Knobel einer andern Ansicht, und sagt, daß das Lund, worin Eden zu suchen wäre, sich nicht bestimmter, den» ״als ein nördli- ״ches Hochland Asiens überhaupt bezeichnen" läßt, behauptet ferner, daß Chavila Indien*), Pischon der Indus und Gichon der auf dem' indischen Kaukasus entspringende, von da westwärts gehende Orus ist; aber auch in Bezug auf diese Annahme weiß der erwähnte Bibelkritiker keinen andern Ausweg als die Bemerkung: ״Der hebräische Erzähler scheint indeß angenommen zn haben, ״daß er (der Orus) gleich den andern drei Paradiesslüssen von Nor- ״den nach Süden ströme und so im Westen das Land jener Dun- ״kelsarbigen umfließe. Ein Jrrthum war hier leicht möglich, da von ״den 4 Flüssen der Orus den Alten am wenigsten bekannt war-" — Wir wollten hiemit nur konstatiren, daß Knobel 1) seine Verwerfung des Feststellungsversuches anderer Gelehrten damit motivirt, daß demselben gemäß der Verfasser des 2. Kap. eine geographische Kenntniß gehabt haben müßte, die er ihm absprechen zu müssen glaubt; 2) seine eigene Ansicht mit dem Bibelterte nicht anders in Einklang zu bringen im Stande ist, als durch Annahme, daß der Erzähler aus Unkenntniß irrte; aber trotzdem nimmt Knobel keinen Anstand, in den Vorbemerkungen zum zweiten Kap. die aus *) Diese Annahme glaubt Knobel S. 29 auch dadurch begründen zu können, daß auf die Berge desnördlichen Indiens von alten Schriftstellern die fabelhaften Greifen gesetzt werden, welche die Goldschätze bewachen, und die er für die 3, 24 erwähnten Cherubim hält; wir werden diese Identifikation an der betr. Stelle zu besprechen Gelegenhcit haben.