Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1867)
- Article
- Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
- Date
- 1867-10-01
- Page
- 8 (sequence 8)
- Language
- German
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8 Die Hypothesen her Mbe.lkriti'L. Auf Grund dieser Erklärung, welche vom Texte,auch dadurch bestätigt wird, daß durch dieselbe die Fragen, warum im 4. V. des 2. Kap. von 'עשי und nicht von בריאה die Rede ist, und warum in der zweiten Hälfte dieses Verses die Erde vor dem Himmel genannt wird, während es sonst השמים 'והאר,,׳ heißt, vollkommen gelöst werden, wird im vorliegenden Commentare auch weiter der Gebrauch des Namens 'ה und die Verbindung desselben mit 'קי^ motivirt. gelehrt, sondern selbst von nichtjüdischen Bibelforschern nicht in Abrede gestellt wird, unzweifelhaft als Bezeichnung des durch das Verhalten der Menschen hervorgerufenen, die Menschenerziehung bezweckenden Eingreifens Gottes zu halten sind, daß also durch den Namen 'ה Manifestatiouen der ״unmittelbaren providentiellen göttlichen Allgegenwart" getragen sind, muß von jedem Unbefangenen anerkannt werden; (m. vgl. a. d. vorl. Connn. zu 11, 5). Ebensowenig liegt in 14,22 ein Widerspruch mit dem ״vollkommen ausgebildeten Gedanken" der göttlichen Allgegenwart. Das Erheben der Hand zum Schwure ist, wie auch in dem vorl. Comm. z. St. bemerkt wird, symbolischer Allsdruck der vom Schwörenden ausgesprochenen Einsetzung seiner ganzen Macht zur Erfüllung des Versprochenen; auch von den Bibelkritikern, deren Aufstellungen Einhorn als feststehende Resultate betrachtet, wird in diesem Erheber: der Hand zum Schwure keiner der s. g. Grundschrift entgegenstehende Anschauung erblickt, wie aus Knobels Commentar ersichtlich ist, in welchem zu Kap. 14 die sowohl für die Urkündenals Ergänzungshypothese sehr bezeichnende Bemerkung ausgesprochen ist, daß das Stück Einzelnes mit jedem der beiden Häupterzähler gemein hat, und daß daher Astruk, Eichhorn, de Wette Einl. 8 150, Tuch, Delitzsch, Ewald Gesch. Jsr. I S. 120, v. Lengerke Kenaan I S. 232, Stähelin Unters, über d. Pent. S. 45 ״mit gutem Rechte" das Stück, das nach Knobel von dem J....isten ausgenommeu wurde, einem von den beiden Haupterzählern verschiedenen Verfasser zugesprochm. Einhorn hätte daher, um die ״Verschiedenheit" der Urkunden, ans denen nach ״den feststehenden Resultaten" der Bibelkritik der Pentateuch zusammengesetzt ist, ״ans einem an ihrer Spitze stehenden Princip" zu erklären, sich nicht darauf beschränken dürfen, in der Genesis nur zweierlei Anschauungen nachzuweisen, sondern hätte außer dem ״spaltenden Spiritualismus" zu dem er bei dem zwar ״im Ganzen von ächt mosaischem Geiste" (!) getragenen J....isten, eine leise Hinneigung entdeckt hat, auch für den von dem E....isten und J....isteu verschiedenen Verfasser des 14. Kap. noch ein besonderes System ausfindig machen sollen.