Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1867)
- Article
- Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
- Date
- 1867-10-01
- Page
- 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Von Dr. I. Gugenheimer. 7 ״lauschen verstanden, als Gott ihn darum erwählte, um ihn nun ״auch den Namen 'ה, Sein Walten in der Geschichte, seine sitt- ״ltche Weltordnung zu lehren. Sichtbar, נודע, ward dieser ״Name aber erst, als Abrahams Nachkommen zn einem Volke heran- ״gewachsen waren, dem alle Vorbedingungen zum Völkerdasein in ״Mitte der physischen Weltordnung fehlten, und das nur vermittelst ״seines in Hingebung an Gott gewonnenen sittlichen Verhaltens ״seine Physische Volksexistenz aus Gottes Händen erhalten sollte. ״Israels ganze Geschichte ist eine Offenbarung des ״Namens 'ה. Das Correlat für den Begriff 'ה ist unsere sittliche ״Unterordnung unter seinen Willen, die sittliche Hingebung unseres ״ganzen Wesens in seinen Dienst, es ist daher völlig entsprechend, ״daß wir 'ארג' : ה nennen *) Hieraus ergibt sich auch die Oberflächlichkeit und Falschheit der Behauptung Einhornes, der in seinem ״Princip des Mosaismus", wo er S. 18 die von den Samaritanern und manchen uichtjüdischen Gelehrten adoptirte Punktatiou des vierbuchstabigen Gottesnamens als die richtigere erklärt, und die beiden angeführten Gottesnamen damit deuten will, daß '״ הGott schlechtweg als ein Ich (von ewiger Dauer)" ״bezeichne, und ״erst durch 'קי^ die Bedeutung: das Ich" erhalte, ״und daß '״ >^קיin seiner Vereinzelung blos den vagen, elastischen ״Begriff der Kraft fülle, und in Bezug auf ein einziges Wesen ״höchstens noch der Oberherrlichkeit" gebe, S. 21 sagt, daß diejenigen Stellen, in denen der Name 'ד vorkommt, einem Wider - spruch mit der durch den Namen 'קי^ gelehrten Allgegenwart GotteS enthalten, und daß diese Lehre ״in demselben Maße an Schärfe ״und Klarheit gewinnen oder verlieren muß, in welchem dieser Gottesname in den Vorder- oder Hintergrund tritt." — Die Hohlheit und wissenschaftliche Unhaltbarkeit dieser Auffassung, die wir nur zur Charakterisirung der Anschauungen der jüdischen Anhänger der BibelhUH׳ erwähnten, ergibt sich —׳ ganz abgesehen von der Unrichtigkeit der voil Einhorn versuchten Deutung der Gottesnamen — schon aus jenen Stellen der Genesis, durch die er seine Auffassung begründen zu können wähnt: er bezieht sich nämlich auf Gen. 11, 7;-14, 22; 18, 21. 22־. Daß aber diele Stellen durchaus keinen Widerspruch gegen die göttliche Allgegenwart enthalten, sondern, daß die Worte ארדה ,נרדה bei einer auch tun׳ innerhalb der engsten Grenzen, sich bewegenden allegorischen Deutung der anthropomorphisten Ausdrücke, deren Berechtigung und Nothwendigkeit nicht blos von unseren Weisen