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Jeschurun · 1867-10-01 · Heft 1 (Oktober 1867) · p. 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 1 (Oktober 1867)
Article
Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
Date
1867-10-01
Page
3 (sequence 3)
Language
German
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Von vr. I. Gugenheimer. 3 ״der alle die verschiedenen Machtattribute in sich vereinigt, welche ״über irgend ein Objekt gebieten, dem somit dieses Objekt in allen ״Beziehungen, somit ganz untersteht. — — Bezeichnend ist die Be-, ״merkung unserer Weisen, daß es nicht heiße די' ברא בראשית^, son- ״dern בראשית ב' א♦ W!e wir hier den Gottesnamen aus ה(< erfas- ״sen zu können glauben, fauit Gott nur nach Erschaffung der Welt ,/א^רי genannt werden, da dieses eben seine Beziehung zu dieser ״Welt bedeutet. So heißt es: der Gott, den wir jetzt als Gebieter ״der Welt erblicken, der ist es auch, aus dessen allmächtigem Wtl- ״len diese Welt erst hervorgegangen." Der Gottesname h wird von Hrn. Rabbiner Hirsch im Commentare zu Gen. 2, 4 ביום עשוח ד׳ א' ארץ ושמים in folgender Weise erklärt: ״Es heißt hier 'עשי, nicht בריאה j es tritt uns ein neuer ״Gottesname ה׳ entgegen; und es wird die Erde vor dem Himmel ״genannt, während es sonst immer שמים וארץ, oder vielmehr השמים והארץ" heißt. Versuchen wir uns zuerst über den Namen 'ה zu ver- ״ständigen. Wenn uns auch die tiefe Wesenheit Gottes, die darin ״niedergelegt ist, ewig unergründlich bleibt, so haben wir uns doch ״das zu vergegenwärtigen, was uns von der Bedeutung dieses Na- ״mens zugänglich sein soll. Schon die Weisen lassen ihn als מרת הרהמים", als die waltende Liebe Gottes begreifen, und zeigt schon sammengefaßt sind, aber zusammengefaßt werden können," zur Begründüng seiner Ansicht, daß der Plural ein intensiver ist, hinweist, hätte er auch das Irrthümliche seiner Mei!lung entnehmen können, daß in dem Namen 'קי^ die ״Einheit der Persönlichkeit in den Hintergrund" tritt. Denselben Jrrthum theilt auch Prof. Keil, der a. a. O. S. 220 sagt, daß wir ״im ganzen A. T. nirgends durch 'קי^ eine gött- ״liche Eigenschaft oder Vollkommenheit vor der andern ausgedrückt sin- ״den sondern überall nur den allgemeinen, alles umfassenden Begriff ״der Gottheit oder des göttlichen Wesens, in welchem selbst der ״Begriff der konkreten Persönlichkeit Gottes sehr znrücktritt". Diese Ansicht bedarf keiner Widerlegung, da schon eine oberflächliche Betrachtung der Stellen, in denen der Gottesname 'קי^ vorkommt, erkennen läßt, daß derselbe eine attributive Bedeutung hat; es erscheint überflüssig, hiefür Beweise anzuführen; wir wollen daher nur an jene Stellen erinnern, in denen beide erwähnte Gottesnamen Vorkommen, und bei denen es gar keinem Zweifel unterliegen kann, daß 'ץי!§ Gott als Richter und Gesetzgeber bezeichnet.

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