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Jeschurun · 1867-10-01 · Heft 1 (Oktober 1867) · p. 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 1 (Oktober 1867)
Article
Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
Date
1867-10-01
Page
2 (sequence 2)
Language
German
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Die Hr)pothesen der ViSeMtik. ״Gottesname ה^ den Einen bezeichnen, dessen Macht und Wille ״diese Vielheit in eine Einheit zusammenfaßt, durch den eben, durch ״die Beziehung Aller zu Ihm, dem Einen, diese Vielheit eine Ein- ״heit, ein Ganzes, Eine Welt wird. Daher heißt ni^gan; eigentlich: ״Welt-Machthaber, -Ordner, -Gesetzgeber, -Richter, מרח הדין. Daher ״heißen auch die Ordner, Gesetzgeber, Richter einer Menschen-Viel- ״heit, einer kleinen Menschen-Welt: הים!{. Dem Heidenthnme zerfiel ״auch die Welt überhaupt in viele Erscheinungsgruppen und Kreise, ״deren jeglicher und jeglichem ein mit besonder n Machtattribnten aus- ״gestatteter Machthaber Vorstand. Es war dies eine reine Consequenz ״des obgedachten׳^) Grundtrrthums von der Urewigkeit des Welt- ״stoffes mit der Gebundenheit der weltgestaltenden Gottheit, die so- ״mit zur Unfreiheit einer Naturkraft herabsank, die keine wahrhaf- ״ten Gegensätze und grundverschiedene Erscheinungen erzeugen kann. ״Einer Welt voller Gegensätze und grundverschiedener Erscheinungen ״mußten somit eben so viele Gottheiten zu Grunde liegen, eben so ״viele הים!{ vorsteben, als es Gruppen und Kreise entgegengesetzter ״und verschiedener Erscheinungen gibt. Das Judeuibum nimmtdie ganze ״Machtfülle aller dieser vermeintlichen vielen הים^ und überträgt sie ״ausschließlich dem Einen Einzigen, indem es Ihn דים^ neu nt, und ״schon diese bloße Vereinigung.aller dieser heidnisch gesonderten Macht- ״attribnte in dem Einen Einzigen hebt den Einen Einzigen Gott des ״Zudeuthums über die Vorstellung einer bloßen Naturkraft hoch empor, ״da nur aus dem freien, allmächtigen, die verschiedensten Ge- ״grusätze zu einem Einzigen Weltzwccke einigenden. Willen eines ״Einzigen eine Welt voller gegensätzlicher Erscheinungen hervorge- ״gangen sein kann. Die Pluralform zur Bezeichnung einer in Einer ״Persönlichkeit vereinigten Machtfülle ist übrigens in Ausdrücken ״der Herrschaft und Macht der hebr. Sprache ohnehin nicht fremd, ״wie י[*) ** בעלים ,אדנים Sie bezeichnen überall einen Einzigen, rrztr o *) Im Eonunentave zu dem Worte '^) AuS diesen Leiden Ausdrücken, auf die Delitzsch in seinem Conuneutare S. 389 gegen Banmgarten, der '׳f^ sür einen nume־ rischen^ ״Gott mit Einschluß der Engel" bezeichnenden Plural hält, und gegen Hofmann, nach dem der Plural ein abstraktiver ist, ״unter dessen Begriff die Geister als A-wv 7Ä0« zwar nicht ursprünglich zu- I etadtu. Univ.-Bib1n 1 Frgrlkfitft/Mairt I.

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