Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 12 (September 1867)
- Article
- Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
- Date
- 1867-09-01
- Page
- 408 (sequence 12)
- Language
- German
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408 Bie Hypothesen dev Bibelkiük. e...istischer und j....isttscher Bestaudtheile des Pentateuch und wenn auch diese Widerlegung, wie wir bereits erwähnt, nicht zu den primären Aufgaben gehörte, deren Lösung der Verfasser des *) Auch von manchen nichtjüdischen Gelehrten wurden zur Vertheidigung der Einheit der Genesis Versuche gemacht, den Wechsel, der Gottesnamen durch die Erörterung ihrer Bedeutung zu erklären; indessen wurden diese Versuche von denjenigen, welche sie einer eingehenden Prüfung unterzogen, mit Recht als unbefriedigend bezeichnet. Die Auslegung Ewald's, der in seiner Geschichte d. V. Israel II S. 148 den Namen 'ד aus einer arabischen Wurzel היא ableiten und nach einer dieser rnctix beigelegten, im arabischen Sprachgebrauche nicht nachweisbaren sondern nur postulirten Bedeutung durch Höhe, Himmel erklären will, wurde bereits von Keil a. a. O. S. 220 als ein keiner Widerlegung bedürfender Einfall bezeichnet; und wie Hengstenberg's Interpretation, welche den Wechsel der Gottesnamen in der Genesis ״aus einem allmäligen Werden E.....S zu I...., aus einer ״stufenweise fortschreitenden Verklärung des niederen (!) e...istischen Gottesbewußtseins zum höheren j....istischen" zu erklären sucht, durch Baumgarten und Kurh widerlegt wurde, ebenso wurde auch die Un- Haltbarkeit der von Kurtz aufgestellten Erklärung bereits nachgewiesen; derselbe geht nämlich mit Bcmmgarten und Delitzsch davon aus, daß in '1קי< der Grundbegriff der Kraft, in 'ד der des Werdens liege, und faßt das Verhältnis der beiden Namen als Potenz und Evolution; er sagt (Einheit der Genesis 1846 S. L und I^I und Geschichte des A. Bundes I S. 288 ff.): ״E. ist der Gott des Anfangs, der die ״Potenzen alles Lebens, aller Entwickelung in sich trägt, und sie durch ״schöpferische Thätigkeit außer sich hiustellt, der die entwickelungskräf- ״tigen und entwickelungsfähigen Anfänge aller Geschichte setzt,— und ״als Gott des Anfangs auch 60 ipso der Gott des Endes; denn ״das Ende ist die Rückkehr zum Anfang; im Ende hat sich eventuell ״anseinandergelegt, was im Anfang potentiell verschlossen war. I.... ״hingegen ist der Vermittler zwischen Anfang und Ende, der Gott ״der Entwickelung und der Geschichte, der in die Erscheinung, in ״Raum und Zeit eintritt und sich selbst denselben mancipirt. — Wie ״I.... den von E. gesetzten Anfang aufnimmt, um ihn durch die ״Entwickelung zum Ende zu führen, so nimmt E. wieder das Ende ״auf, nachdem I.... sein Werk ausgerichtet, die Entwickelung vollbracht ״hat. Dies Aufnehmen des Endes von Seiten E.s ist aber das ״Gericht; denn das eventuelle Ende wird gemessen nach den Potenzen ״des Anfangs. E. ist der Gott des Anfangs und des Endes, der ״Schöpfer und der Richter; I.... ist der Gott der Mitte, der zwischen