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Jeschurun · 1867-09-01 · Heft 12 (September 1867) · p. 406

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Journal
Jeschurun
Volume
13 (1866-1867)
Issue
Heft 12 (September 1867)
Article
Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
Date
1867-09-01
Page
406 (sequence 10)
Language
German
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406 Die Hypothesen der BibelkriLik. kunden-Hypothese, zum Fundamente ihrer kritischen Operationen, gebrauchen aber dennoch den Wechsel der Gottesnamen ״als den nächsten Leiter zur Unterscheidung der verschiedenen Stücke." So mannigfache Versuche nun auch von nichtjüdischen Gelehrten gemacht wurden, diese Hypothese zu widerlegen und die Einheit des Pentatenchs zu erweisen*); so offen sogar von hervorragenden Btbelkritikern auch die Unhaltbarkeit der Ergänzungsbypothese zugestanden wurde**), so wird dieselbe doch fortwährend als sicheres Resultat gründlichster Schriftforschung gehalten, und von den Vertretern der Ergänzungshypothese ebenso wie von den Anhängern der Urkunden- Hypothese der Gebrauch des einen oder andern Gottesnamens als das Charakteristische des Ursprungs der einzelnen Theile der Genesis erklärt. Auch Delitzsch, der tu seinen Erläuterungen und Nachweisen S. 390 ausdrücklich zugibt, daß auch in den s. g. e....ischen Stücken ***) zuweilen der Name vorkommt, S. 24 unter Hinweis auf Psalmen, in denen ein und derselbe Verfasser beide Gottesnamen gebrauchte, erklärt, daß sich aus dem Wechsel der Gottesnamen kein ״ ׳ausreichender" Beweis für eine Mehrheit peutateuchischer Ber- *) lieber die hieher gehörende Literatur s. Delitzsch Einleitung zur Genesis S. 30 ff mtb Keils Abhandlung ״über die Gottesnamen im Pentateuche" in der Zeitschrift für die gesammte luth. Theologie von Nudelbach und Guericke 1.851 H. II S. 216 ff. **) Berthe a u sagt in Reuters Repertor. für die theol. Literat. 1845 H. 5 S. 104: ״Die Näthsel des Pentateuch sind noch lauge ״nicht gelöst; weder die äußerliche Fragmentenhypothese, noch auch die ״sinnigere, vielen Erscheinungen durchaus(?) entsprechende ErgänZungs- ״Hypothese werde!: zum endlichen Ziele führen. Das hat sich gezeigt." Diese Aeußerung entnahmen wir den oben erwähnten Abhandlung des Prof. Keil. Derselbe theilt die Genesis hinsichtlich des Gebrauches der Gottesnamen in drei Klassen von Abschnitten ein, 1) in solche, in welchen der Gottesname '2 ,^קי) tu solche, in welchen der Gottesname '״ דentweder ausschließlich oder doch vorherrschend (!) gebraucht wird" (e...ische und (,.ische Abschnitte), und 3! in solche, ״in welchen der Gebrauch von 'ד und 'קי^ sich die Wage hält (gemischte Abschnitte)"; nach Anführung dieser drei Klassen zahlt er noch solche Abschnitte auf, in denen gar kem Gottesname vorkommt, die er als ״Abschnitte latenten Charakters" bezeichnet.

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