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Jeschurun · 1867-09-01 · Heft 12 (September 1867) · p. 400

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Journal
Jeschurun
Volume
13 (1866-1867)
Issue
Heft 12 (September 1867)
Article
Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
Date
1867-09-01
Page
400 (sequence 4)
Language
German
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400 Die Hypothesen der Bibelkritik. dalität, wt e die Schöpfung beider Geschlechter stattfand, an einem andern Orte (im 2. Kap.) dargestellt wird. Das 2. Kap. stellt daher über die Menschen-Bildung und Aufgabe wie über das Verhältniß der Geschlechter Einzelnes dar, was im 1. Kap. nicht erwähnt ist, aber den darin enthaltenen Angaben durchaus nicht widerspricht, sondern an dieselben anknüpft; und daß ein derartiges Znrückgreifen einer Erzählung aus.eine Verschiedenheit der Autoren schließen läßt, kann selbst von der Bibelkritik nicht behauptet werden, da auch von ihrem Standpunkte-aus zugegeben wird, daß derselbe Verfasser zuweilen wtderhvlt, um Neues anzuknüpfen (s. Knobel zu Genesis 5, 2). Es existirt daher hinsichtlich der Reihenfolge der Schöpfungen ebensowenig als hinsichtlich der Schöpfung des Weibes ein Widerspruch zwischeu dem 1. und 2. Kap. Auch hinsichtlich der Entstehung des Pflanzenreiches hält die Bibelkritik das 2. Kap. als unvereinbar mit der Erzählung des 1. Kap. Bohlen sagt hierüber: ״Tort (im 1. Kap.) entsprießen Bäume und Kräuter nach dem Schöpfungsworte, hier (nach dem 2. Kap.) muß es zuvor regnen oderthauen." Delitzsch sagt in seinem Commentar zur Genesis S. 95: ״Dort Qm 1. Kap.) ist die Pflanzen- ״Welt bereits hervorgetreten, als die Sterne und dann die Wasser- ״und Lnftthiere und dann die Landthtcre entstehen, cs sind also seit ״Entstehung der Pflanzenwelt schon dritthalb Schöpfungsperioden ״verflossen, als der Mensch geschaffen wird. Hier dagegen (im 2. ״Kap.) bedarf es, damit die Pflanzenwelt entstehe, vorherigen Re- ״gens und der in unmittelbarem Zusammenhänge damit sich vorbe- ״reitenden Bildung des Menschen, die Entstehung der Pflanzenwelt ״ist in den Eintritt dieser beiden Vorbedingungen so unauflöslich ״verflochten, daß man dem Texte Gewalt thut, wenn man zwischen ״Pflanzenwelt und Mensch eine ganze Reihe anderer Schöpfungen ״denken zu dürfen meint." Knobel sagtimComm. zu 2,5: ״Nach ״dem Verf. also war die Erdfläche vor Entstehung der Pflanzen ganz ״trocken und bedurfte der Befeuchtung, um Gewächse hervorzubrin- ״gen; sie war eine wahre יבשה, als welche der E...ist beim 3. Tage, des ganzen uns vorliegenden Werkes, erkennt in seinem Commentare zur Genesis (Leipzig 1852) S. 80 die Bedeutsamkeit an, welche 1,27 in dem Uebergcmge des Singulars in den Plural אחו in אתם liegt.

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