Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 10-11 (Juli 1867)
- Article
- Die Schechita und die Schweiz
- Date
- 1867-07-01
- Page
- 385 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Schechita und die Schweiz. gZZ des Wahns triumphirt, daß es dem wahren, redlichen Forschersinn Achtung eil,floßt, daß Mit einem Wort ד׳ חמימה nun die Gotteslehre das . absolut Vollkommene ist. Mögen wir Juden aber auch die Lehren, die in diesem Vorgange zu uns reden, beherzigen, es beherzigen כי היא חכמתכם ובינתכם לעיני העמים, daß das Judenthum allein unsere Weisheit und Wissenschuft selbst den nichtjüdischen Brüdern gegenüber ijl*). Gutachten des Herrn Prof. Dr. Gerlach. Direktor der K. Thierarzneischule in Hannover.' Herr Laudrabbiuer Dr. Mayer Hieselbst hat mich mündlich ersucht ein Gutachten darüber abzngeben, ob das Schlachten nach jüdischen Vorschriften, das Schächten, Thicrquälerei sei, oder nicht. Ich habe mich deßhalb zunächst von der Art und Weise der Ausfnhrung des Schächtens und des Sterbens der geschachteten Ochsen und Kälber durch eigene Anschauung überzeugt und will hier den beobachteten Hergang kurz vorweg schicken. Nachdem die Ochsen auf zweckentsprechende Weise auf die rechte Sette, und zwar auf einen Sirohsack niedcrgclegt und geknebelt wären, wurde eine 2 Fuß lange Schlinge von einem starken Seile über das rechte Horn gehängt und über die rechte Backe und die Ueste des Hinterkiefers geführt; mittelst eines durch diese Schlinge gesteckten, an die liiike Backe sich anlehnenden und mit dem untern Ende auf dem Fußboden unter den Hals geschobenen Baumes wurde nun *) Die erwähnten Gutachten sind veröffentlicht unter dem Titel: ״Die rituelle Schlachtfrage, oder Ist Schächten Thierqunlerei?" von Vr. H. Kar)- serling. lAarau. Sauerländer.) Wir glauben einem der bedeutendsten dieser Gutachten, dem des, Herr» Prof. Gerlach in Hannover, auch in unserer Zeitschrift eine bleibende Stätte gewähren zu sollen, damit cs etwa künftig sich wiederholenden ähnlichen Böswilligkeiten zur Abwehr dienen könne. Die Red.