Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 10-11 (Juli 1867)
- Article
- Skizzen zu einer Geschichte der Juden in Köln
- Date
- 1867-07-01
- Page
- 352 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 78% known words query
- IRI
…/2932754-2932974-2932985-2950817--10699-2950861- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
AAH GÜzzen zu ein^r Geschichte bsr>Juden in Köln. Hauses'* **) ***)). Bei der Vergrößerung der Stadt durch die Vorstadt Niderich, welche wie die Altstadt mit Mauern und Thorbefestigungen versehen wurde, erhielt auch dieses Judenwichhaus eine Thorbefestigung, die ihren Durchgang von der Komödicnstraße nach der Zeughansstraße eröffnte und nahm von da den Namen Judenpforte an Als nach Einschluß der Stadt durch die Stadtmauer um 1200 die Befestigungen an der Burgmauer ihre Bedeutung verloren, verliehen die Amtsleute von St. Laurenz die, im Jahre 1220 in die Stelle der Bürger eingetreten, den Jpperwallsgraben 1238 gegen einen jährlichen Zins dem Stifte zu St. Andreas mit dem Vorbehalte, daß in großer Noth z. B. in Kriegszeiten die Stadt den Graben wieder gebrauchen könne. Das Judenwichhaus wurde später sammt dem Thore abgerissen und daraus ein großes Gebäude zur-Aufbc- Wahrung von Armaturen (Zeughaus) errichtet, das 1600 in seiner heutigen Gestalt erneuert wurde. Bei genannter Ummauerung der Stadt um 1200 in ihrer jetzigen Gestalt wird in den Urkunden wieder ein Wichhaus^'*) der Juden bei Kaltenhausen genannt. Die Stelle des Wichhauses ist jetzt an der Stadtmauer gerade gegenüber der Kaldenhäuserstraße mit einem Kreuze versehen und durch Anstrich des Bogens in der Stadtmauer kenntlich gemacht. Da bekanntlich die Stadtmauer um 1200 nur bis zum Mauerring gegangen und von da an bis zum Rheine die Stadt offen lag, mithin ein Kriegs- oder Wichhauö dort nöthig wurde, so scheint dies dann den Juden zur Stadtvertheidigung angewiesen wor- *) Wilhelmus miles de Hossendorp tradidit et remisit Theodorico rufo tres mansiones possidendas juxta propugnaculam Judaeorum (1246). **) Engelbertus de domo hospitum optinuit per eonsen* sam Burggravii Colomensis Henrici, per voluntatem scabinorum et officialiam de Niderich domum et arcam sitam super antiquum murum proxime porte Judaeorum versus paffinporcem (1231). ***) Notum. 81t quod domus cum area sua ante et retro subtas ex superius sita apud Kaldenhusen ex opposito Wichhuse judeorum in ordoue cersus Rhenum ad Kicbmodem Filiam Huperti de Saltzgassen spcctet.