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Jeschurun · 1867-07-01 · Heft 10-11 (Juli 1867) · p. 342

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1866-1867)
Issue
Heft 10-11 (Juli 1867)
Article
Skizzen zu einer Geschichte der Juden in Köln
Date
1867-07-01
Page
342 (sequence 5)
Language
German
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842 Skizzen zu einer Geschichte der Juden in Köln. gewürdigt. Das Verbot in den Capttulavien (anno 806 § 5.) Kirchensachen anzukaufen ging mehr die Geistlichkeit an, die sich öfters von den für die Kirche geheiligten Schätzen gütlich that, als denen, die für den Ankauf der ihnen unbekannten Gegenstände kaum strafbar befunden werden konnten. Unter Kaiser Otto, der Köln dem deutschen Reiche einverleibte, sind die Juden in der neuen Reichsstadt wahrscheinlich mit dem Staatsbürgerrecht begabt worden. Urkundlich sehen wir ste in dieser Stellung unter den darauf folgenden Kaisern aus sächsischem Stamme. Sie waren nicht allein Staatsbürger, die sich Eigenthum erwerben konnten, sondern auch befähigt Staatsämter zu übernehmen. Die noch vorhandenen s. g. Schreinsbücher von der Pfarre St. Laurenz, vinzen genossen, das sie auch unter fränkischer Herrschaft beibehielten. Wissen wir bestimmt, daß die Juden in den gallischen Provinzen Grundbesitz haben dursten, Ackerbau, Gewerbe und Handel trieben, mit eigenen Schiffen Flüsse und Meere befuhren, die Arzneikunst pflegden, selbst waffenfähig waren, daß sogar Ehen zwischen Christen und Juden vorkamen, so darf man annehmen, daß dieselben Verhältnisse auch in Köln bestanden." S. 48 : ״Unter Childebert II. (575 — 596) König von Paris beschloß das Ceneil 58-1, daß die Juden keine Richtcvämtcv bekleiden noch Sleuerpächter sein durften,׳ d.׳ß sie ihre Sklavcn nicht in's Judenthum aufmlnnen . .. und möglichst von dem öffentlichen Leben, allen bürgerlichen Rechten ausgeschlossen sein sollen. Diese Bestimmungen trafen natürlich auch die Juden Kölns und stelltcn sie in die Reihe der Unfreien, der Hörigen." Rabbi Joseph Hakohen spricht in seine Emek Habacha von dm Leiden und Zerrütjungen seiner Glaubensgenossen im Jahre 4405 (654) zur Zeit Karl Martel's, und erwähnt auch als eines der größten Gelehrten-und Lehrers am Niederrhein den Rabbi Ephrajim aus Bonn in der zweiten Hälfte des siebenten Jahrhunderts. Gegen Ende des Jahrhunderts nahmen die Juden am Rhein zu durch die aus Persien, in Folge der Kriege zwischen Arabern und Persern, ״gepflogenen Juden. Sowohl Karl der Große als auch sein Sohn Ludwig der׳ Fromme blieben den Juden gewogen. An einzelnen Orten wurden ihnen zu Lieb sogar die Wochenmärkte vom Sabbath ans andere Wochentage, oder gar aus den Sonntag verlegt. ״Während der Vernichtungs-Stürme der normannischen See- und Heerkriege verließen die Juden die Stadt Köln, kehrten jedoch wieder.:dahin..zurück, als sie.ihnen Sicherheit bot" (S. 61׳). ~ •...

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