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Jeschurun · 1867-07-01 · Heft 10-11 (Juli 1867) · p. 341

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1866-1867)
Issue
Heft 10-11 (Juli 1867)
Article
Skizzen zu einer Geschichte der Juden in Köln
Date
1867-07-01
Page
341 (sequence 4)
Language
German
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Von l)r. Schmarz, 341 Winltch in der •׳Reife; des christlichen anferfatb be-r Stadt vor der nördlichen Vingmauer. Während sich dieser vor der ehemaligen Pfaffenpforte über die heutige Ursula-Kirche ansdehnte, reihete sich jerier ohne merkliche Entfernung daran, und scheint sich bis zur Würfelpforte — vor ihrer Einschließung zur Altstadt 1050 — erstreckt zu haben. Bei der ersten Vergrößerung der Stadt auf der Nordseite durch Einschluß des Niderich, wobei sich eine Mauer vom Zeughause über den Kettenberg, Altgraben, Krouenbäumen bis Cumbcrt hinzog, wurde vermuthlich auch der jüdische Leichcnacker an einen weiirren Ort verlegt, wo er bis zur Vertreibung unserer Altvordern bestanden hat. Vor einigen Jahren fand man in dem geräumigen Garten des erzbischöflichen Palastes, der unweit des Würfelthores aber doch schon in der zweiten Stadterweiterung nach dieser Sette liegt, einen jüdischen Lcichenstein, der die Jahreszahl 157 a. m. nachwics. Wurde nun das jüngste Jahrtausend diesem Datum vorgesetzt, also (5)157 — 1397, so wäre der Stein 461 Jahre alt, was aber unmöglich, weil nachweislich die Äcgräbnißstätte schon damals vor dem Severinsthore sich befand. Nimmt man aber die Errichtung dieses Grabmonuments um ein Jahrtausend früher, also 397, so findet diese Annahme sowohl in der Geschichte als auch Topographte unserer alten Stadt ihre Bestätigung. II. Die bürgerliche Stellung der Juden in Köln während des Mittelalters. Mit dem Anfänge des Mittelalters beginnen auch die Nachrichten über die Juden in Köln reichlicher zu fließen. Schon unter Karl dem Großen sehen wir sie hier eine bedeutende Stellung einnehmen*). Ihre Handelsgeschäfte waren blühend und vom Kaiser *) Wehden S. 45: ״Die erobernden Franken behandelten die Juden als Römer, da sie volles Bürgerrecht in den eroberten Pro-

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