Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1867)
- Article
- Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
- Date
- 1867-06-01
- Page
- 306 (sequence 14)
- Language
- German
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Z06 Die Hypothesen der ÄibelkrM. ״den Dingen nm sich empfängt. Nach diesen Eindrücken nennt er ״die Wesen, in diesem Namen spricht er die Eindrücke aus, die seine ״von den Dingen erhaltene Vorstellung bilden,, und damit weist er ״ihnen ihr שם, (daher שם), ihren Ort an, reiht sie in die eutspre- ״chende Gattung, Art, Species u. s. w. ein. All unser Wissen von ״den Dingen ist nichts als eine solche Namengebung. Dieses Wissen ״ist aber nur subjektiv, ist nur das 'אשר יקרא לו האדם נפש חי, wie " si ch der Mensch die Dinge von seinem subjektiven Standpunkt aus ״nennt, was er von ihnen, nach den von ihnen erhaltenen Cindrük- ״ken, begreift, was sie ihm sind. Das Wesen der Dinge an sich ״schaut kein sterblicher Geist. Während damit aber die Bedeutung ״der Summe des menschlichen Wissens auf sein bescheidenes Maß ״;urückgeführt wird, ist doch zugleich dem Skepticiömus entgegengc-׳ ״treten durch die Versicherung הוא ישמו, daß das von uns durch die ״Eindrücke auf uns Erkannte, wenn auch nicht die ganze Wahrheit ״der Dinge, doch Wahrheit sei. Gott, der den Menschen und die ״Dinge geschaffen und seine geschaffenen Wesen dem Menschen zu- ״geführt, damit er sie sich nach den von ihnen empfangenen Ein- ״drücken nenne, ist auch dem Menschen Bürge dafür, daß das ihm ״verliehene Maß von Erkenntnis) der Dinge keine Täuschung sei, daß ״auch dieses Bruchstück von Wahrheit wahr, daß es die Wahr- ״heit von den Dingen sei, deren der Mensch für die Lösung seiner ״Aufgabe in Mitte der Wesen bedarf, und der er getrost sich an- ״vertrauen darf. So bildet der Glaube an Gott, der die Menschen ״und die Dinge geschaffen, eine wesentliche Grundlage auch der ״theoretischen Erkenntniß des Menschen. Ohne diesen Glauben kann ״sich auch die theoretische Wissenschaft nicht des trostlosen Skcpticis- ״mus erwehren, hat sie keine Gewähr, daß sie nicht Traum aus ״Traum folgere und Traum mit Traum beweise." *) ii:) Durch obige auf streng hermeneutischen Gesetzen beruhende und alle aus den divergirenden Erklärungen der bedeutendsten Commentatoren ersichtlichen Schwierigkeiten des Verses hebende. Auseiudersetzung ist gezeigt, daß bereits der Pentateuch die Principien enthält, bereu Anerkennung die auf die mannigfachen Verirrungen des menschlichen Denkens zurückblickende Forschung der Gegenwart als Aufgabe der Wissenschaftslehre betrachtet, s. ״die gegenwärtige Aufgabe der