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Jeschurun · 1867-06-01 · Heft 9 (Juni 1867) · p. 301

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1866-1867)
Issue
Heft 9 (Juni 1867)
Article
Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
Date
1867-06-01
Page
301 (sequence 9)
Language
German
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Von vr. I. Gugenheimew 301 ״tct worden, wo nach Verlauf des Wassers die Vegetation plötzlich ״hervorschießt, die zweite in einem sterilen auf Regen und Thau ״angewiesenen Lande); dort endlich entsteht das Weltall in stufen- ״weiser Entwickelung, hier aber liegt das momentane Entstehen des ״großen Ganzen in der kurzen Ueberschrift angedentet, und man ״könnte das erste Kapitel bis 2, 4 hinwegnehmen, ohne daß die ״vollkommen innere Bindung des zweiten Stuckes und die Vollstän- ״digkeit desselben gefährdet würde. Wollte man daher auch diesen ״Abschnitt als einen Nachtrag des vorigen betrachten, so sind doch ״die individuellen Ansichten dieses Nachtrages zu bedeutend, um sie ״auf Rechnung eines und desselben Verfassers zu bringen; der un- ״befangene Leser wird, wie Wincr, (Realw. unter Erde, S. 396) ״bemerkt, die Doppeltheit der Kosmogonic nicht zu verkennen im ״Stande sein." Ferner bezieht sich Bohlen, wie bereits Eichhorn auf die Schwierigkeit, welche der einheitlichen Auffassung dieses und des vorhergehenden Kapitels durch die Ueberschrift entgegenstehe, indem er erwähnt, daß mit der von Ilgen vorgcschlagenen Transponirung dieser Ueberschrift durchaus nichts gewonnen ist, da seiner Ansicht nach die Abweichungen von der ersten Erzählung bleiben, wozu er auch den im zweiten Kapitel sich besindenden Bericht über die Erschaffung des Weibes rechnet. Die Einigungsversuche von Rosenmüller, Ewald*), Rink und Schumann erklärt Bohlen als so ungenügend, daß er es als ein muthwilliges Verschließen der Augen (!) bezeichnen zu dürfen glaubt, wenn man den beiden ersten Kapiteln nicht zwei verschiedene Darstellungen erblicken will. Darauf, behauptet er, führe auch ״neben dem Tone des Ganzen der nur hier am beständigsten vorkommende Name '״ ,ה';)קיund wenn irgend die ״Gotteönamen in der Genesis zur Begränzung der Dokumente ge- ״schickt sind, so ist es vor allem diese auffallende Zusammensetzung, ״welche außerhalb dieser Erzählung sehr seiten ist." Die für die Behauptung der Bibelkritik angeführten Gründe bestehen also 4) in der V. 4 sich befindenden Ueberschrift, 2) in den angeblichen Ver- *) Ewald hat seine Auffassung selbst zurückgenommen, und vindizrt in seiner Geschichte d. V. I. Bd. I. S. 137 Gen. 2, 4-c. 4 seinem ״vierten Erzähler der Urgeschichten".

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