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Jeschurun · 1867-06-01 · Heft 9 (Juni 1867) · p. 298

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Journal
Jeschurun
Volume
13 (1866-1867)
Issue
Heft 9 (Juni 1867)
Article
Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
Date
1867-06-01
Page
298 (sequence 6)
Language
German
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Die Hypothesen der ViSelkrM. 298 ״begann nunmehr eine Zerstiickelungssncht, in welcher wohl Ilgen ״und Gramberg am weitesten gegangen sind (Ilgen, Urkunden ״des Jerusalemitanischen Tempelarchivs in ihrer Ürgestalt, Halle ׳01 .1798״ am bei׳ g libri Genesis secimdiim fontes rite dignoscen- ״dos adumbratio no^a, Lips. 1828. Vergleichende Tabellen f. bei ®ater und de Wette in der Einleit.)." Das Resultat, zu dem Bohlen gelangt, ist, daß die seiner Meinung nach der Genesis zu Grunde liegende ״Urschrift mit 'קי^" um die Zeit deS Exils von einem ״israelitischen Dioskeuasten" überarbeitet worden sei, der ״jene ״alten Stücke auf und in seine eigene Darstellung verflocht", daß aber der ״Tert nicht nach einem bloßen Namen zu zerstückeln und ״die Urschrift herauszusoudern" sei, ״da wir es nicht Nachweisen ״können, wie oft der Vorarbeiter nur Uebergänge aus seiner Quelle ״entnommen, wie reichlich oder sparsam er sie späterhin in seine Dar- ״stellnng habe fließen lassen, und welcher Gedanke ihm oder seinem ״Vorgänger überall cmgehvre." Ewald behauptet in seiner ״Geschichte des Volkes Israel" Bd. I. (Gottingen 1843), daß der Pentateuch aus vier verschiedenen Bcstandtheilen zusammengesetzt sei, nämlich 1) aus einem ältesten Geschichtswerke, das er das. S. 79 als ״Buch der Bündnisse" bezeichnet, für dessen Abfassung er S. 81 die Zeit des Richteramtes Simsvns angiebt; 2) aus einem ״Buche der Ursprünge", dessen Abfassung er S. 9t in das erste Drittel der Herrschaft Salomes setzt; 3) aus denjenigen BestandLheileu, welche einem ״dritten Erzähler der Urgeschichten" angehören, der nach S. 122 ungefähr in den Zeiten des Propheten Elia gelebt haben soll; 4) aus den von einem ״vierten Erzähler der Urgeschichten" stammenden Stücken, ״von dessen Hand der ganze jetzige Pentateuch mit dem B. Josua herrührt, ausgenommen dreierlei Arten von Zusätzen, welche noch ״später eingeschaltet wurden." Als Zeitalter dieses ״vierten Erzäh- ״lers" bezeichnet Ewald S. 123 die erste Hälfte des 8. Jahrhunderts vor d. gew. Ztr. Wir werden noch Gelegenheit finden, die barungsleugner zu betrachten ist. Derjenige, der Moses als den V erfasser des Pentateuch hält, steht daher dem Judenthum um kein Haar breit näher als derjenige, der, wie Spinoza, die Abfassung oder Nedaktion des Pentateuchs Esra zuschreibt.

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