Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1867)
- Article
- Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
- Date
- 1867-06-01
- Page
- 297 (sequence 5)
- Language
- German
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Aon Br. I. Gugenheimer. ׳291 ״auffallenden Gebrauch der Gottesnamen 'קי^ und ה׳*) gesondert, ״und so seien dann auch die Ueberschnften, die häufigen Widersprüche ״und die Verschiedenheit des Styls durch die beiden, nachmals so ״benannten, Elohims- und I.surkuuden begreiflich. Selbst Jahn ״(Eml. II. S. 90 ff.) und Eichhorn (Einleit. II. § 416 ff.) ״konnten diesen, Bemerkungen ihren Beifall nicht versagen, uncrach-- ״tct sie annehmen mußten, daß in einem solchen Falle schon dem ״Mose die alten Materialien hätten vorliegen müssen; ja die Ent-- ״deckung wurde sogar von Eichhorn**) weiter ausgeführt, und es *) Um nicht das nach ׳L>anhedrin 90 a, Meckültha zu 2 B. M. 20, 21, Sifri zu 4. B. M. 0, 23, Sota 38 a, Kidduschin 71 ci (im Hiublicke auf 2. B. M. 3, 15), Maimonides Hilch. Thefilla XIV. 10 verboteue Anssprechen des vierbuchstabigeu Gottesuamens zu veraulasseu, substituirte ich dem von Bohlen angeführten Gottesuamen die obige Bezeichnung, und wird, so oft in den noch anznführen'den Stetten jener Gottesname verkommt, derselbe durch 'ה oder I.... angedeutebsein. **) Eichhorn, der a. a. O. S. 247 von Astrue sagt r daß et ״das gethan, woran sich kein KritikuS von Profession wagen wollte, ״und die ganze Genesis in einzelne Fragmente zerlegt", gibt, nachdem er S. 297 sagt, daß die Trennung der beiden Urkunden, aus denen seiner Ansicht nach die Genesis besteht, ״den größten Scharfsinn, das ״feinste Gefühl, Schreibarten nach den u1unex*f Schattirnngen ״unterscheiden zu tonnen, und Stunden erfordert, wo der Geist wach ״genug ist, sich auch die kleinsten Aehnliehkeiten und Verschiedenheiten ״nicht entgehen zn lassen" S. 300 ff. den Beweis, daß er sich im Besitze dieser Vorzüge halt, da er die Genesis in einer tabellarisch geordneten, zuweilen sogar nach Vershälften scheidenden Uebersicht in drei Theile, nämlich zwei Urkunden mit dem einen oder andern der beiden Gottesnamen und Einschallungen, zerlegt, hält es aber für wahrscheinlich, ״daß Mose selbst die beiden Urkunden in die Form gebracht habe, in der wir sie jetzt noch besitzen." Diese Anschauug steht selbstverständlich der jüdischen Lehre ebenso fern wie diejenige, welche die Abfassung des Pentateuchs z. B. in die Zeiten des Exils setzt, da das Judenthnm Moses nicht als Verfasser sondern als den Ueb.'rbringer und ersten Schreiber des Pentateuchs bezeichnet, und nach jüdischer Lehre Sanhedrin 99 a. auch derjenige, der die Göttlichkeit des ganzen Pentateuchs zugibt, aber nur in Bezug ans ein einziges Wort desselben annimmt, daß es von Mosis nicht ans das göttliche Diktat sondern nach eigenem Ermessen niedergeschrieben sei, als Offen-