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Jeschurun · 1867-06-01 · Heft 9 (Juni 1867) · p. 295

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1866-1867)
Issue
Heft 9 (Juni 1867)
Article
Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
Date
1867-06-01
Page
295 (sequence 3)
Language
German
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Von vr. I. Gugenheimer. 295 Spinoza war es, der in seinem tractatus theologico-politicus cap. VIII. der Meinung, daß Esra die Redaktion des Pentateuch zuzuschreiben sei, die Bahn gebrochen; nichijüdische Bibelkritiker beziehen sich darauf, daß auch von Jude!! die Autheuticitat des Pentateuch geleugnet wurde; P. v. Bohlen sagt in der Einleitung zu seinem historisch-kritischen Couunentar der Genesis (Königsberg 1835) S. XXXV: ״Selbst jüdische Gelehrte der neueren Zeit Haben die mosaische Abfassung (!) fallen lassen (wie Ben David Nelig. vor Mose 1812 in Beziehung auf die Genesis) oder manche kritische Blicke auf den Pentateuch geworfen, wie Jost und Zunz." Auch ein ehemaliger Landrabbiner, D1\ David Einhorn, acceptirte die von der Bibelkritik aufgestellte Behauptung, daß der Pentateuch aus zwei Urkunden zusammengesetzt sei, und legte seiner ״Das Priucip des Mosaismus" (Leipzig 1854) betitelten Schrift, aus die wir noch zun'ickkommen werden, jene Hypothese, daß der Pentateuch von zwei Verfassern herrühre, die er (das. S. 21) als ״feststehendes Nesnltat der biblischen Kritik'^ bezeichnet, zu Grunde. Bevor wir nun die Widerlegungen anführen, welche dieses vermeintliche Resultat in dem Eingangs erwähnten Werre gefunden, müssen wir eine gedrängte Uebersicht der von der Bibelkritik ausgestellten Behaupt!!!!- gea bier folgen lassen, die wir Eichhorns Einleitung ins A. T. II. Th., Böhlens Einleitung zu seinem bereits angeführten Werre, Ewalds Geschichte des Volkes Israel (Göttingen 1843) und dem als 1l. Lief, des von den neuesten Koryphäen der Bidelkrittk bcar- Leiteten knrzg. exeget. Handbuches zum A. T. (Leipzig 1852) erschienenen Commentare zur Genesis von Professor Dr. Knobel entnehmen. Bohlen sagt §. 3 S. XXXIII. ff.: ״Seitdem (dem 17. ״Jahrh.) ist über kein Buch des A. T. mehr geschrieben und ge- ״kämpft worden, als über Zeitalter und Verfasser des Pentateuchs, ״und es hieße die Grenzen einer summarischen Einleitung nberschret- ״ten, wenn wir von der hiehergehörigen Literatur, welche mau in ״aller nur wünschenswerthen Vollständigkeit bei A. Th. Hartm au n ״(bistor. krit. Forschungen über die Bildung das Zeitalter und den ״Plan der fünf Bücher Mops, Rostock 1831) beurtheilt findet, eine ״erschöpfende Rechenschaft geben wollten. Bald wurde das vor! Spi- ״noza angenommene Extrem der Abfassungszeit dahin modifizirt, daß ״man diese Bücher in die Zeit des Samuel (so schon Newton ob- 18*

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