Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1867)
- Article
- Von den Beziehungen der allgemeinen Bildungselemente zu der speciell jüdischen Bildung
- Date
- 1867-05-01
- Page
- 264 (sequence 12)
- Language
- German
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26,4 Von den Beziehungen der allgeWeinen schlagen,,den eine Vertrautheit auf diesen allgemeinen Gebieten den? Jünger der talmndischen Wissenschaft zu bringen vermag. Uns beschäftigt hier nur jenes Maß jüdischen Wissens, das das Gemeingut, aller jüdisch gebildeten, Männer sein soll, und dessen Pflege einen wesentlichen Bestandthcil der unserer Anstalt überwiesenen Aufgabe des Jugendunterrichts bildet. Wir haben zu zeigen, wie sehr dieser speciell jüdische Unterricht durch die Elemente der allgemeinen Bildüng gefördert wird, denen unsere Anstalt mit. gleich hingebendem Ernste ihr« jugendbildenden Kräfte zuwendet. Den Gewinnst formaler Geistesbildung, den überhaupt ein je- , der Unterricht jedem andern Unterrichtsgegcnstande zu Gute kommen läßt, der daher auch nothwcndig aus dem allgemein bildenden Unterrichte dem spcciell jüdischen znstießen muß, glauben wir, als selbstverständlich, kaum »och besonders Nachweisen zu dürfen. Wir beschränkcn uns darauf, den realen Beitrag und die sachliche Forderung deS Näheren anzudcuten, die das spccielle Gebiet unseres jüdischen Unterrichts aus den Händen unserer allgemeinen Jngendbildung empsängt, und mochten die Bedeutsamkeit dieser Geistesspenden in dem Beitrag zu veranschaulichen versuchen, den uns die mathematischen und naturwisseiischaftlichcn, historischen und literarischen Elemente der allgemeinen Jngendbildung in dieser Beziehung zu gewähren vermögen. . Unsere vorjährige Einladungsschrtft hatte die bedeutsame Spende nachzuwcisen sich vorgesetzt, die die allgemeine geistige Bildung unscrer Jugend aus den Händen des speciell hebräischen Unterrichts empfängt. Sie unterließ es nicht, hcrvorzuhcben, welch eine formal und real bereichernde Uebung der Begriffsbildung schon der bloße hebräische Sprachunterricht, die Aneignung des hebräischen Sprachschatzes, gewährt. Sie versuchte in"°zal)lreichen Beispielen zu veranschauliche», wie diese Sprache in unmittelbarer Anschauung der Dinge deren Bezeichnungen gestaltet, und sich in ihren Worten nicht der sinnliche Eindruck, sondern das objektive Wesen der Dinge dem begreifenden Verstände wicderspiegelt. Auf demselben Standpunkte ist cs aber auch sofort an sich klar, welchen Vorschub die bewußtvolle Anschauung und die wissenschaftliche Betrachtung, der Dinge depl richtigen Berständniß dieser Sprache leisten müsse. Nur wenn unsere Schstler schon überha»tpt geübt worden, die wesentlichen Merkmale