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Jeschurun · 1867-04-01 · Heft 7 (April 1867) · p. 248

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1866-1867)
Issue
Heft 7 (April 1867)
Article
Risse
Date
1867-04-01
Page
248 (sequence 8)
Language
German
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248 Riffe, w§r Je doch i# gewissein Sinne, froh darüber, da sie ihr Veranlagung bot aus den Zweck ihres Besuches zu kommen — Wer Philips) wollte durchaus nichts davon Horen, all ihr Bitten, all ihr Flehen War umsonst. ״Sprich nicht weiter davon, Kind, ich habenein gesagt, und dabei bleibt es, so schwer es mir, auch, wird deinem süßen Munde etwas abznschlagcn. Aber warum verlangt er auch so Unsinniges. Ich finde überhaupt Kind, daß Du noch viel zu jung bist zum heirathen. Fürs erste bleibst Du jetzt bei mir und in?inigen Jahren werde ich Dir schon einen Mann aussuchcn, der Deiner würdiger ist als jener —" ״Ich bin beim Onkel abgestiegen Papa," erwtederte Helene schüchtern, ״mein Gepäck ist auch dort, und weil ich doch nur ein paar Tage hier bleiben kann, so möchte —" ״Was fällt dir ein Manschen," rief Philipp mit lautem Lachen, ״nur ein paar Tage könntest du hier bleiben? Du bist Um Hause Deines Vaters, und wirst von nun an immer hier bleiben, Deine Mutter hat lange genug das Glück Deiner Gegenwart genossen, nun ist die Reihe an mir." ״Papa," rief Helene bestürzt, ״wennich's auch noch so gerne wollte, so könnte ich doch nicht bei Dir bleiben, meine Mutter hat ja niemanden aE mich." ״Und wen habe denn ich?" ״Du hast ja meinen Bruder. Ich glaube doch gehört zu haben, daß D» selbst cs so angeordnet hast, Papa, mein Bruder sollte bei Dir blechen, ich bei meiner Mutter." ״Ja vor zehn Jahren, als Du so'n häßliches, weinerliches kleines Mädchen warst, da war ich recht froh, daß ich von Deinem Geplärr nichts mehr zu hören brauchte. Aber wie hätte ich damals ahnen können, daß Du Dich zu einer so wunderholden Schönheit entfalten würdest Deine Mutter hat aber nun Zeit genug gehabt dieses zu bewundern, jetzt komme ich." ״Du scherzest Papa, meine Mutter bedarf meiner, was aber sollte Dir meine Gegenwart?" ״Was sie -Mir sollte? Nun dasselbe was sie Deiner Mutter soll, ich will mich an dir erfreuen, w.ifl dWe Schönheit hewun-

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