Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 7 (April 1867)
- Article
- Risse
- Date
- 1867-04-01
- Page
- 249 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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Von S... 249 dern und dich mich lieben lehren, so wie du deine Mutter zu lieben scheinst." ״Aber ich kann in der That nicht bei Dir bleiben, Papa — ich kann ja nicht einmal bei Dir essen." Philipp runzelte die Stirn. ״Du kannst nicht bei mir essen? Also an den Firlefanz glaubst Du auch? Das ist fatal, wirklich fatal — hm — Ich könnte Dich zwingen, aber ich will's nicht, weil ich fürchte Du werdest mich dann nicht lieben, und darum will tch's Dir erlauben bei Deinem Onkel zu bleiben; aber hörst Du « nur vorläufig, ich werde mir die Sache überlegen." Bald darauf erhob sich Helene, um sich bet ihrem Vater zu empfehlen. Dieser küßte sie wieder auf's zärtlichste, und bat sie dringend doch ja am folgenden Tag um dieselbe Zeit ihn wieder aussuchen zu wollen. Helene versprach's und wollte sich nun entserneu; aber ihr Vater rief sie noch einmal zurück. ״Halt Herzchen, noch ein Wort, ich muß Dich doch darauf aufmerksam machen, nimm Dich ein wenig in Acht, Du kennst Deinen Bruder nicht, wirst ihn aber wohl bald sehen; er ist ein hübscher Junge, voller Geist und Leben, aber ich fürchte der Tollkopf ist im Stande und verliebt sich in die eigene Schwester, und in was er sich einmal verliebt hat, das ist vor ihm nicht sicher. Also sei vorsichtig liebes Kind, und Du Jakob, lasse sie mir nicht aus den Augen." j . (Fortsetzung folgt.) ו | ־1 1