Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 7 (April 1867)
- Article
- Risse
- Date
- 1867-04-01
- Page
- 247 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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Von S... 247 durch das ein paar Grübchen sich bilden für Liebesgötter wie geschaffen. Mädchen du bist göttlich." ״Philipp, Philipp," mahnte sein Bruder mit bedeutungsvollem Blick ans das über und über erglühende Mädchen, das den Blick nicht mehr vom Boden zu heben wagte. ״Was willst Du?" fuhr der andere in derselben Weise fort, ״warum soll ich nicht meine Tochter bewundern, meine schöne, schone Tochter," und wieder preßte er sie in seine Arme und einen Kuß aus ihre Wange. ״Vater," bat Helene, indem sie sich loszuwinden strebte. ״Nenne mich nicht Vater," crwiederte Philipp, indem er seine Augen noch immer über die in der That herrlichen Formen des jungen Mädchens schweifen ließ. ״Vater, das klingt, als. ob ich dir schon so alt erschiene, und das bin ich doch noch nicht, Papa magst du sage», das läßt sich schon eher hören — Aber Jakob, hast du benn gar keine Augen für diese wundervolle Büste und diese liebliche Schönheit die meine Tochter schmückt." Helene wandte sich ab und wußte sich vor Verlegenheit nicht zu lassen. ״Papa," siüsterte sic und warf einen bitten^n Blick ans ihren Onkel. ״Laß doch Philipp," bat Jakob, ״Helene ist eine derartige Sprache nicht gewöhnt." ״Nicht gewöhnt?" rief Philipp lachend, ״also so klösterlich bist Du erzogen? Na, warte nur, wirst Dich schon daran gewöhnen." Helene schüttelte den Kopf. ״Nicht, du willst dich nicht daran gewöhnen? Du Horst cs also nicht gern, daß Du schon bist? Das glaube ich dir nicht, Kind. Jedes Mädchen freut sich wenn sie schön ist und Hort es gern wennmau ihr cs sagt und Du solltest eine Ausnahme machen? Du mit Deiner wundervollen, so seltenen Schönheit? Oder solltest Du cs nicht wissen, daß Du so schon bist? Dann ist es gewiß gut, daß Du hergekommcn, daß ich es Dir sagen kann, denn ein Mädchen mit Deiner bezaubernden Schönheit, nimmt nicht den ersten besten Gunpcl, den man ihr ausschwatzen möchte." So sehr Helene durch diese Acußernng sich verletzt fühlte, so