Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 7 (April 1867)
- Article
- Sir Moses Montefiore's Bericht über seine Sendung in's heilige Land
- Date
- 1867-04-01
- Page
- 238 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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288 Sir Moses Montefiore's Bericht. Glück hatte mit eigener Hand im Gotteshause der Gesetzesrolle anzuhängen. Auch die Synagoge der Volhynischen Gemeinde wird, wenn vollendet, ein schönes Gebäude werden. Zu derselben werden gehören: ein Saal für Gemeinde-Versaunnluugen, mehrere Zimmer für einen Verein, eine Bibliothek, ein Schreibzimmer und ein öffentliches Bad. Die Apotheke von der schon oben die Rede war, welche ich vor ungefähr 25 Jahren errichtet hatte, ist während der Cholera von unermeßlichem Nutzen gewesen. Sie ist in vorzüglicher Weise eingerichtet ganz wie die Apotheken in Europa. Recht erfreulich war es für mich zu hören, daß ein junger Mann aus Jerusalem gebürtig seit Kurzem als Lehrling in dieselbe eingetrten ist, und seinen Obliegenhetten zur vollkommenen Zufriedenheit der Gemeinde genügt. Die Mitglieder des Vereins Bikur Cholim verdienen die wärmste Anerkennung, sie stehen den armen Kranken zur Seite, pflegen sie, versorgen sie und bemühen sich ihre Leiden durch die aufmerksamste Pflege zu lindern. Das Gebäude, welches dieser Verein seit Kurzem errichten läßt, ist noch nicht vollendet. Da alle erfahrenen Leute einig darüber waren, daß es für die Armen keine größere Wohlthat geben können als die Errichtung einer größeren Anzahl paffender Häuser, so wurde ein recht zweckensprecheuder an das Touroffche Hospital anstoßender Bauplatz gewählt, und ich bestimmte den 9. April zum Tage der Grundsteiulegung dieser Wohnungen, welche aus dem!Überschuß der zu meiner Verfügung gestellten Einkünfte des Hnlfsfouds für das H. Lerrichtet werden sollten. Zn Gegenwart Tausender wurde Montag, den 9. April in feierlichster Weise der Grundstein gelegt. Gebete, Gesänge, Festreden verherrlichten die schöne erhebende Feier, zu deren Erinnerung ich hundert Livres unter die armen Sfardim und ebensoviel unter die armen Aschkenastm vertheilen ließ. Im Laufe des Abends kam ein großer Zug von Leuten vor meine Wohnung, Prachtvolle Transparente mit Versen ans der heiligen Schrift und den Namen ihrer Wohlthäter tragend, unter denen ich mit Dankbarkeit den Namen der Lady Montesiore, meiner geliebten Heimgegangenen Gattin erkannte. Den Morgen dieses Tages hatte ich dazu verwendet, einige pecuntäre Unterstützungen den Wittwen und Weisen der an der