Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 7 (April 1867)
- Article
- Sir Moses Montefiore's Bericht über seine Sendung in's heilige Land
- Date
- 1867-04-01
- Page
- 237 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2932754-2932974-2932982-2950665--10565-2950695- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Safed 2× ep/1046078
OCR text
über seine Sendung in's heilige Land. 287 ter erwarten immer Geschenke von den Besuchern des Begräbniß- Platzes. Früher verübten sie an den Tobten die größten Beschtmpfungen, wenn ihren Erwartungen nicht vollkommen entsprochen wurde. Jetzt jedoch haben diese Entweihungen Dank dem Schutze der türkischen Regierung aufgehört. So setzte ich meinen Heimweg weiter fort und gelangte durch das Thal von Josaphat nach Haus. Die Boten, welche ich an die Herren Samuel Heltr und Samuel Abu nach Safed gesandt hatte, waren mit Briefen dieser Herren zurückgekehrt, worin dieselben mit Vergnügen versprachen, meiner Etnladüng zu folgen und mich sobald als möglich in Jerusalem zu besuchen. Es hatte nämlich eine Erklärung des österreichischen Consuls zu Safed wette Verbreitung durch die Monatschrift ״Gute Sprüche", herausgegeben von Rsv. Dr. Norman Macleod, einem der Almoseniers Ihr. Majestät der Königin gefunden. Dieser Artikel beschuldigte direct die religiösen Leiter der Gemeinde zu Safed, eine spanische Jüdin am Abend vor der Ankunft des Rev. Dr. Macleod in Safed, mit dem Tode bestraft zu haben. Ich hatte schon von glaubwürdigen Leuten aus Safed eine vollkommen genügende Widerlegung dieser ungeheuerlichen Anschuldigung erhalten; aber ich wollte nicht eher ruhen bis ich aus dem Munde der religiösen Leiter der Gemeinde selbst alle Einzelheiten gehört hätte, und deßhalb sah ich deren Ankunft mit Spannung entgegen. Montag, den 9. April, erwtederte ich die Besuche der Consuln und des Chacham-Bascht. Die neue Synagoge: Churbath Rabbi Jehuda Hachassid ist ein schönes Gebäude und große Anerkennung verdient der Eifer und die Mühe, welche sich das Ban-Comits derselben gegeben hat, welches für die Errichtung der Synagoge die Spenden weit und breit einzusammeln hatte, Spenden, die nur in sehr kleinen Summen und großen Zwischenräumen eintrafen. Trotz aller Schwierigkeiten und Hinderniste sind sie doch zum Ziele gelangt durch Energie und Geduld. Ich war s. Z. so glücklich der Ueberbringcr des Ferman des verstorbenen Sultan Abd-ul-Mejid zu sein, welcher die Erlaubniß zum Bau dieser Synagoge enthielt und bedeutender Summen, welche man mir für diesen Zweck anvertraut hatte. Dieses Mal hatte ich ein silbernes Geräth für eine Sefer-Thora, eine Spende des Herrn Aaron Silbermann in Birmingham zu übergeben, welche ich das 14