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Jeschurun · 1867-04-01 · Heft 7 (April 1867) · p. 225

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1866-1867)
Issue
Heft 7 (April 1867)
Article
Die fünfzehn altjüdischen "Aufwärts"-Lieder
Date
1867-04-01
Page
225 (sequence 5)
Language
German
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13. Des Köuigs Andenken. 225 ja wohl auch der Mcuschengeschtchte, appellirt der weiseste, mächtigste, prächtigste Jsraelssohn, appellirt Salomo nicht an seine Weisheit, seine Macht, seine Pracht, wagt nicht sich als den geistigen Grundstein dieser Zukunft zu setzen, wagt nicht ans die Majestät und Pracht seines Tempels diese Zukunft zu bauen, — das Andenken seines Vaters, David's, ruft er wach, mit dem Andenken seines Vaters wagt er zu Gott hinzutreten, mib wiederum nicht an den Anthetl, den auch ein David an Weisheit und Macht, an Ruhm und Glanz gehabt wagt er zu erinnern: iruj? זכור ד' להד אח כל! Gedenke Gott David Alles was er freiwillig gelitten, wessen er sich Alles freiwillig entkleidet, worauf er Alles freiwillig eiltsagt um den Grundstein für die Zukunft seines Volkes zu gewinnen; eben seine völlige Selbstvergessenheit im Dienste und für den Dienst seines Volkes, deren Andenken ruft er auf, um darauf die ewige Hoffnung seines Volkes, seines Geschlechtes, seines Heiligthums zu gründen. War es ja auch nur der Davidische Gedanke, der durch Salomo zur Verwirklichung gelangte. Davio, der, wie kein Anderer vor und nach ihm, sich n!it dem Geist des jüdischen Heiligthums erfüllt, wie kein Anderer vor und nach ihm alle Töne eines Gemüths- und Geisteslebens vor Gott, alles Ringen und Siegen, alles Jauchzen und Klagen, alles Sinnen und Erkennen, das ganze Entzücken der Gottesnähe und den ganzen Schmerz der Gottesferne und die ewige Energie des Wiederemporschwingens in die Nahe Gottes durchgelebt und mit Liedeswort und Harfenton hinansgesnngen, — David, der, wie kein Anderer vor und nach ihm das Bewußtsein in sich trug, mit den Gottesliedern 'seiner Harfe nicht nur der geistige Ministrant der Gotteshäuser seines Volkes für alle Zeiten, sondern der geistige Schöpfer aller Gott huldigenden Tempel aller Nationen ans weitem Erdenrund? zu werden und dies also wurde, daß, wo und wann immer Menschenseelcn sich zu Gott dem Einen Einzigen empvrschwingen, der Psalmgeist David's cs ist, de? auf seinen Schwingen sie noch heute zur Gottrsnähc trägt—David, der mit diesem die Menschheit durchwehenden Psalmgeist jenen Morgen der Tage vorbereitet, den sein letztes Vermächtniß so klar geschaut und so wortmächtig ausgesprochen, der einst die Völker alle, die Mächtigsten voran, um das Gesetzeswort der Schwungkraft Jakobs endlich in den Bund des

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