Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 7 (April 1867)
- Article
- Die fünfzehn altjüdischen "Aufwärts"-Lieder
- Date
- 1867-04-01
- Page
- 226 (sequence 6)
- Language
- German
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226 Die fünfzehn altjüdifchen ״Aufwärts"-Liederewigen Heiles und Friedens sammeln wird, — David, dessen einstiger Sprössling Gottes Herold dieses Morgens an Israel nnd an die Menschheit werden soll, — David hatte keine Ruhe bis er diesem alle Reihe der Zeiten durchleuchtenden Höhepunkt auch die ihn sichernde Stätte im Raume auf Erden gefunden. Die Sicherstellung nach Außen, mehr noch die endliche Durchdrtngung des Volkes mit dem jüdischen Geiste mußten vorangehen, ehe Gott seinem Gesetze die bleibende Stätte erkor, und Beidem war David's Geist und That vom ersten Jünglings-Erwachen unablässtg geweiht. Schilo war gesunken, durch der eigenen Priester Entartung gefunken, und nur tn Waldesgegend, nicht im Mittelpunkt nationalen Lebens, hatte das aus Feindeshand wiederkehrende Zeugnis des Gesetzes für Jahre hinab Stätte genommen. Es war das nationale Leben selber noch nicht im Gottesgeiste geeint. Ein Samuel und David mußten erst der geistigen Erhebung ihres Volkes ihr ganzes Leben geopfert haben, ehe Gott die Moriahöhe, zu welcher bereits Abraham und Isaak hinangeptlgert um ihren Söhnen und Enkeln das ewig voranleuchtende Muster der Hingebung zu stiften, ehe Gott die Moriahöhe Israel übergab und sie sühnend zur ewigen Stätte der Sühne und der Wiedererhebuua weihte. Es war erst David, der in seiner Manneskraft Jerusalem-Zion aus Jabußäer-Hand eroberte und erst an seinem Lebensende die Moriahöhe vom Jebußäer Arawna erwarb. Nun war dort der Tempelbau vollendet, und nicht Mischkan, Mischkauoth nennt ihn unser Lied. Jst's ja nicht die Wohnung einer Gottheit, sondern Vergegenwärtigung in fortschreitender Veredlung sich abstufender menschlicher Wohnstätten, denen Gott, der Aügegenwärtige, seine Nähe verheißen. Wo sein Gesetz als 7p, als die Alles bewältigende, Allem obsiegende Macht einzteht, da hat Gott seine bleibende Gegenwart zugestchert, da bedeutet Gerechtigkeit das Gewand der Priester und da begrüßen Alle, die in hingehender Liebe sich Gott Wethen, jubelnd das Ideal vergegenwärtigt, dem der Zug ihres Herzens nachstrebt. Eben weil nicht die größere oder geringere Tempelpracht, weil