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Jeschurun · 1867-03-01 · Heft 6 (März 1867) · p. 189

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1866-1867)
Issue
Heft 6 (März 1867)
Article
Die pathologische Anatomie des Talmud
Date
1867-03-01
Page
189 (sequence 3)
Language
German
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Von D1\ msS. Marcus Hirsch. 189 liche Gewebsveränderungen bedinge und dcßhalb einer vollkommnen Restitution zum Normalen fähig sei, dasselbe auch für die totale in Anspruch genommen werden müsse. Dieser auch als Halacha recipirte Ausspruch Rabina's, Nach welchem die Lungenhyperämicn in den meisten Fällen zu den weniger schädlichen Erkrankungen gehören, stimmt vollständig mit den heutigen Erfahrungen der Medicin überein. Es ist nämlich eine wöhlcvnstatirte Erfahrung, daß nicht nur einfache Hhperämien der Lunge, bei welchen cs sich blos um Blutanhäufnng innerhalb der Gefäße handelt, sondern auch dieersten Stadien der Lungenentzündung, wo wir cs mit Austritt und Bildung von Entzündungsproduktcn innerhalb der Lnngensubstanz selbst zü thun haben, einet vollständigen Rückkehr zum normalen fähig sind) ״baß selbst bei totaler Lüngenhypcrämie die Lungen wieder gesund weiden können," wie es Rabina äusspricht. Er führt seinen Satz mit einem trefflichen Vergleiche der Lungenoberfläche mit der zarten Haut kleiner Thicre durch, der uns einen schönen Einblick iü die durchweg klare, äiich in den subtilsten Verhältnissen in echt wissenschaftlicher Weise gründlich forschende Naturbeobachtung unseret Weisen gewährt. Es werden nämlich an einer andern Stelle im Talmud die Folgen besprochen, die eine Verwundung auf der Häütoberflächc verschiedener kleiner Thierc hervorruft, und dabei wescntlich unterschieden, ob das Thier eine dicke Haut wie z. B. die Mäuse oder eine dünne, wie die Frösche re. besitzen. Bei den letzteren ruft Wegen der Zartheit der Haut UNd der Feinheit der Capillarverbrcitung schon eine leichte Contusion eine solche Röthung der Haut hervor, daß man versucht wäre an einen BlutaUötritt in Folge von Ruptur der Gefäße zu denken, während es eben nur die Zartheit derHaut ist, die eine bloße BlutanhäufUng innerhalb der Gefäße, als Blutaustritt aus denselben erscheinen läßt*). Bet denjenigen hingegen die eine vollkommnere, dicke Haut haben, ist eine solche Ansammlung und deutliches Durchschimmern des Blutes an der Oberfläche der Haut nur möglich, wenn die innern Schichtest der Haut selbst dürchrissen sind, und damit die Möglichkeit dlner nachfolgenden Durch- *) Nach der trefflichen Erläuterung Raschi's in CH ulin 46 b.

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