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Jeschurun · 1867-02-01 · Heft 5 (Februar 1867) · p. 156

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1866-1867)
Issue
Heft 5 (Februar 1867)
Article
Die fünf Megilloth [Rezension]
Date
1867-02-01
Page
156 (sequence 3)
Language
German
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Die fürif ÄeMotz. 156 ausgesprochene Ansicht, daß ein getaufttr Jude der Verfasser der ׳ Peschito war, am meisten Wahrscheinlichkeit für sich. Denn abgesehen von den aus Ünkünbe des Kertenten, auf Verwechselung sich ähnlicher Wörter Und Buchstaben beruhenden Abweichungen vom Texte, die sich auch in der Pentateuchübersctzung der Peschito befinden, wo z. B>, wie aus Eichhorns Einl. I. S. 482 ersichtlich ist, 1. B- M. 3, 10 ואירא durch וחזית überseht wird, als ob אירא von ראח herzuleiten wäre, 4. B M. 6, 25 ויחנך durch ונאחיך übersetzt wird, als wenn ויחיך stände, gibt es in der Peschito nicht wenige Stellen, die auf einen im Dienste der christlichen Dogmatik arbeitenden liebersetzcr schließen lassen. Der Verfasser spricht allerdings von zwei das Gepräge christlicher Tendenzen tragenden Stellen, nämlich der liebersetzung zu Ps. 55, 15 und 110, 3, behauptet, daß die Fassung des letzteren Verses kein vollgültiger Beweis für die christliche Confession des Vertenten sei, und erklärt die uns vorliegende Fassung des erstereu Verses als auf Interpolation beruhend; indessen hat der Vcrfasser durchaus nicht bewiesen, daß die gegenwärtige Fassung des crsteren Verses nicht schon in der ursprünglichen Version sich befand, sondern nur gezeigt, wie jene auf die Eucharistie hinweisende liebertragung des Verses durch eine spätere Hand in die Peschito gekommen sein konnte. Ueberdics ist der Verfasser, der wohl zugiebt, daß die Peschito von Seiten syrischer Christen vielfach geändert wurde, im Jrrthum, wenn er, wie aus der Vorrede S. X hervorgcht, meint, daß nur diese zwei Stellen der Psalmenübersctzung es waren, auf welche diejenigen Autoren, die sich für den christlichen Ursprung der Peschito aussprachcn, ihr llrtheil stützten; außer diesen beiden Stellen befinden sich in der Peschito, wie Gesenius Commentar über Jesaja Th. I. S. 85 zeigt, auch in der Ueberfetzung des Jesaja mehrere Stellen, die mit vollem Rechte als Beweise für das christliche Glaubensbckenntntß des Vertenten angeführt wurden. Jes. 7, 14 wird nämlich in der Peschito das Wort עלמה, das, wie aus der schon längst der christlich-dogmatischen Erklärung gegenüber angeführten Stelle in Sprüche 30, 19 hervorgeht, keine Bezeichnnng der Virginität ist, durch בחולחא wiedergegeben, welche Uebertragttng nm so mehr die christliche Tendenz des Vertenten erkennen läßt, als dasselbe Wort wie auch aus der vorliegenden Schrift er-

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