Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1867)
- Article
- Die fünf Megilloth [Rezension]
- Date
- 1867-02-01
- Page
- 155 (sequence 2)
- Language
- German
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Von vr. I. Gugenheimer. 15Z> einen für das jüdische Schriftthum so wichtigen Sprachzwetg schätz- Lare Beiträge lieferte. Hinsichtlich der schon mehrfach ventilirten Frage über den Ursprung der Peschito glauben wir aber der Ansicht des Verfassers nicht beifiimmen zu können, da derselbe behauptet, daß diese wahrscheinlich in der Mitte des zweiten Jahrhunderts der gew. Zeitr. entstandene Version von jüdischen Verfassern herrühre, und dem Strcben, den durch unrichtige, nach der Septuaginta gearbeitete aramäische Uebersetzungen zu befürchtenden schädlichen Einflüssen entgegenzutreten, ihre Existenz zu verdanken habe. — Diese Annahme erscheint schon darum als unhaltbar, weil der Verfasser für den be- Haupteten jüdischen Ursprung der Version keinen andern Grund angiebt, als daß die Kenntniß der hebräischen Sprache, auf welche die aus dem Originaltexte hcrvorgegangene Peschito schließen läßt, damals nur dem jüdischen Volke eigen gewesen sei. Wenn dies auch im Allgemeinen zugegeben werden muß, so konnte es doch, wie auch aus der Baba kamma 38 a. mitgetheilten Thatsache hervorgeht, zu verschiedenen Zetten des Alterthums einzelne Nichtjuden geben, welche die zur Abfassung der Peschito erforderliche Kenntniß des Hebätschen hatten, und ist, wie bereits Ramban in seinem Pcntateuchkommentar zu 1. B. M. 45, 12 unter Hinweisung auf Daniel 2, 3. 4 bemerkt, der Gebrauch oder das Verständniß der hebräischen Sprache noch nicht als Beweis der jüdischen Abstammung zu betrachten. Es ist ja bekannt, daß auch Hieronymus die Bibel aus den hebräischen Originalschristen ins Lateinische übersetzte, wozu er sich, wie aus seinen eigenen, Eichhorn Einl. I. S. 247 angeführten Worten erfichtltch ist, durch mündliche Unterweisung eines jüdischen Gelehrten aus Liberias die Befähigung zu verschaffen suchte. Ebenso kann auch die Peschito einen christlichen Verfasser haben, der sich unter Anleitung eines Juden das Verstäntniß des Originaltextes aneignete. Wenn wjr aber auch von den zu allen Zetten möglichen Ausnahmsfällen der Kenntniß des Hebräischen bet einzelnen Ntchtjuden absehen, und die Annahme des Verfassers, daß das in der Peschito sich kundgebcude Verständniß des Bibeltextes auf einen Uebersetzer jüdischer Abkunst schließen läßt, theilen wollten, so wäre immer die Annahme des Verfassers noch nicht begründet, sondern hätte die von Dathe