Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1867)
- Article
- Sir Moses Montefiore's Bericht über seine Sendung in's heilige Land
- Date
- 1867-01-01
- Page
- 137 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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- Ramla 1× ep/1048074
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über seine Sendung in'S heilige Land. 137 lichen Leben, so beseelt von dem Wunsche, sich dem Dienste der Humanität von ganzem Herzen zu weihen. Seine Seele stieg zum Htmmel empor, um vor Gottes Thron den Lohn zu empfangen, der aller guten und pflichttreuen Menschen aller Nationen harret. Ich hoffe, man wird mir diese ungenügende aber tief empfundene Huldigung, gewidmet dem Andenken meines seligen Freundes, verzeihen. Seine langjährigen und intimen Beziehungen zu mir und meiner armen geliebten Gattin, seine Theilnahme an unseren Reisen und das lebhafte Gedächtniß seiner zahlreichen Verdienste haben es mich wünschen lassen, seinen Namen und das Angedenken seiner Tugenden in der Erzählung dieser Begebenheiten nicht fehlen zu sehen. Als ich Jaffa verließ, gaben mir die Würdenträger der Stadt, gefolgt von einer großen Anzahl Leuten, von Cawaffen und Soldaten, das Geleite. Nach einem Ritte von einigen Stunden in dem Dorfe Ramlah angekommen, machten wir daselbst Halt. Als wir uns dem Dorfe näherten, wurden wir durch den Gouverneur und deffen Truppen begrüßt, mit welchen wir in Ramlah cinzogen, wo wir in der russischen Herberge abstiegen, die uns jeden wünschenswerthen Comfort versprach. Montag den 26. März setzten wir unsere Reise bis Abu Gusch, welches, wie man sagt, das Kirjath Jearim der Schrift ist, wo Abinadab wohnte, in dessen Haus die Bundeslade, nachdem die Philister sie zurückgegeben hatten, einige Zeit weilte. Der Scheik Mahomed Effcndi Abu Gusch, ein Mann von großer Autorität und großem Einfluß, sandte seinen Bruder um uns in sein Hans einzuladen und kam später selbst um uns seine Gastfreundschaft anzubieten, welche wir auch gerne annahmen. In der Nacht waren mehrere Deputationen von Jerusalem und Hebron angclangt und als wir am Tage darauf frühzeitig das Dorf verließen, konnte man eine große Anzahl Leute von den benachbarten Höhen ihren Weg zu uns nehmen sehen. In dem Dorfe Colonia hatte ich von Neuem die Freude den vortrefflichen Consul Herrn Noel Moore zu finden, der von Jerusalem gekommen war, mich zu begrüßen. Er erzählte mir von den vielen Leiden, welche die Be-