Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1867)
- Article
- Sir Moses Montefiore's Bericht über seine Sendung in's heilige Land
- Date
- 1867-01-01
- Page
- 136 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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136 Sir Moses Montefiore's Bericht von Jaffa wirbeln, um die Einwohner zum pfltchtmäßigen Einsammeln einer bestimmten Menge Heuschrecken zu mahnen, deren Erscheinen um so gefürchtertcr ist als man glaubt, daß sie eine epidemische Krankheit mitbringen, deren schreckliche Folgen man erst eben empfunden hatte. In Jaffa sprach ich häufig den Wunsch aus, entweder bei metnem unglücklichen Freund zu bleiben, oder meine Reise aus später zu verschieben und mit ihm nach Europa zurückzukehren; alle meine Freunde jedoch versicherten mir, es wäre sehr unklug in diesem Augenblicke mit Herrn Hodgkin zu reisen und das Beste und Klügste wäre, ihn im Hause des englischen Consulats-Agenten Herrn Kyal zu lassen, wo er der sorgfältigsten und aufmerksamsten Pflege diescs Beamten und dessen Familie genießen würde, wie wir dies auch schon seit unserer Ankunft in Jaffa gesehen hatten. Einem so dringcnd gegebenen Rathe mußte ich folgen und verließ demgemäß Sonntag den 25. März Jaffa, um mich nach Jerusalem zu wenden, nachdem ich meinem Freunde den ärztlichen Beistand des Spital-Arztes vr. Sozzi gesichert und meinen englischen Diener ihm zur Verfügung gestellt hatte. Bei dem Abschiedsbesuche bet meinem Freunde hoffte ich ihn bald wieder bei mir zu sehen und ließ ihm deßhalb den Tachtsrevau, den mir der Gouverneur von Jerusalem zu meinem Gebrauche gesandt hatte, zurück. Aber diese Hoffnung sollte sich nicht verwirklichen. Leider war schon vor unserer Abreise von England der Gesundheitszustand meines armen Freundes nicht derart, wie wir ihn gewünscht hätten, und wirklich verließ er seine Heimath um mich zu begleiten, in der Hoffnung, daß die Reise und Verändcrung des Clima's ihn! gut thun würden. Großen Trost finde ich indessen in dem Bewußtsein, daß nichts velnachlässigt worden, sein kostbares Leben zu erhalten. Es hat dem Höchsten gefallen, ihn uns zu entreißen und ihn seine geliebte Frau und seine thenern Eltern nicht Wiedersehen zu lassen. Er hauchte seine Seele in einem Lande aus, welches ihm durch heilige Erinnerungen theuer geworden war. Der Tod konnte nichts Schreckhaftes haben für einen so redlichen, frommen Mann, so liebenswürdig in allen seinen Beziehungen, so geachtet im öffent-