Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1867)
- Article
- Die fünfzehn altjüdischen "Aufwärts"-Lieder
- Date
- 1867-01-01
- Page
- 117 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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9. Das jüdische Glück. 117 bens und Segens, fühlt sich und sein Haus nur als Zweig und Glied jenes großen Kreises, dessen Mittelpunkt in Jerusalem-Zion liegt. Das Gotteöwort, das zu Zion unter Cherubimfittigen ruht, und im Jerusalem-Ideale seine Verwirklichung finden soll, ist der Born seines Strebens und die Quelle seines Segens. Dem Worte zu Zion gehört sein Haus und sein Wirken, aus dem Worte zu Zion quillt ihm Kraft und Begeisterung. Für Zion hat er sein Haus gebaut, für Zion sein Weib gefreit, um Zion's Willen sich Kinder gewünscht und für Zion erzieht er die, die Gott ihm geschenkt. Mit seinem Hause, seiner Ehe, seinen Kindern einen Stein zum Bau, zum Wiederbau Jerusalems zu tragen, das ist der Ge-׳ danke, der sein Leben durchzieht, er erwartet nur Segen aus Zion und kennt kein individuelles Glück, das nicht Jerusalem zu Gute kommt, das nicht als Beitrag zur Verwirklichung jenes jüdischen GesammtheitSideals sich fügt, das den ״Frieden" bedeutet, ״in dem Gott sichtbar ist." Darum wünscht ihm unser Lied den Segen aus Zion, und daß er sein Lebelang am Aufblühen Jerusalems sich erfreue. Dieser Antbeil an dem Geistesschatz seiner Nation und dieses warme Interesse für die geistigen, sittlichen und materiellen Anliegen seiner Gesammtheit, sie sind es aber erst vollends, die das Glück eines jüdischen Mannes vollenden und sichern, sie sind es, in denen die Volksinstitution, die am Sinai begann, den Stolz ihrer Verwirklichung feiert, in denen der unendliche Segen jenes ״Wortes" sich kündet, das nicht ein Reich mit Priestern und ein Volk mit Heiligthümern, sondern ein ״Reich von Priestern" und ein ״heilig Volk" schaffen will. Unter der Herrschaft dieses ״Wortes" sinken die Unterschied der mehr oder mindern Schicksalsgunst, die überall sonst die Gesellschaft in Standes- und Berufs-Schichten klüftet, fast bis zum Verschwinden zusammen. Die eine große, gemeinsame, geistige und sittliche Nationalaufgabe und Nationalarbeit ertheilt jedem jüdischen Manne, erhteilt selbst urrserm jüdischen ״Arbeiter", dessen Glück das Lied besingt, und der נהנהמע כפו, sich von seiner Hundearbeit ernährt, die ganz gleiche Höhe des Berufs, weist Allen ein gemeinsames Ter-