Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 2 (November 1866)
- Article
- Risse
- Date
- 1866-11-01
- Page
- 47 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Aon S... 47 Nach einigen Augenblicken trat Frau Schwarz wieder in's Ztmwer, gefolgt von ihren beiden jüngern Söhnen. ״Du hast befohlen lieber Vater," begann Jakob dem Bette sich nähernd, während Philipp, der noch in seinem Sessel lehnte, eine Cigarre angezündet hatte und den Dampf von sich blies. Ein fürchterlicher Hustenanfall des Kranken, war die Folge dieseS rücksichtslosen Benehmen. ״Kannst du denn die Cigarre nicht einen Augenblick aus dem Munde lassen?" rief Louis unwillig. ״Na, na, ich habe doch das Haus nicht damit angezündet," versetzte Philipp, indem er sie aus dem Munde nahm und sie brennend auf die Marmorplatte des Tischchens, das dicht vor dem Krankenbette sich befand, niederlegte. Der feine blaue Dampf stieg noch in leichten Wölkchen auf, Louis warf sie auf die Erde und zertrat sie. Der Husten des Kranken ließ endlich nach, aber es währte dann noch eine geraume Zeit ehe er im Stande war, auch nur ein Wort hervorzubringen. Die Mutter bemühte sich indessen, die Ungeduld ihres ältesten Sohnes zu beschwichtigen. ,,Dime is money,“ entgegnete ihr dieser, als der Kranke, mit unendlicher Anstrengung seine schwachen Kräfte zusammenraffend, das Gespräch eröffnete. ״Meine Kinder," Hub er an, bei jedem Wort nach Alhemringend, ״ich möchte Abschied von euch nehmen — ich sterbe —" ״Rede dir doch dergleichen nicht ein, lieber Vater," fiel Louis ein, ״bis zum Sterben hat's noch immer Zeit." ״Meine Zeit — ist um," flüsterte der Kranke, nach jedem zweiten Worte inne haltend, um zum folgenden Kräfte zu sammeln, ״und ich würde — gern sterben — wenn ihr mir nur gelobet — auch nach meinem Tod — am Sabbath — das Geschäft — nicht zu öffnen." Achsclzuckend sahen die Brüder einander an. ״Dein Verlangen ist unbillig," erwiederte Philipp, ״ich glaube, wir erweisen dir genug Rücksicht, daß wir es bet deinem Leben nicht öffnen." ״Versprecht's," flehte der Vater, ״daß ich ruhig — sterben kann." ״Lieber Vater," entgegnete Louis, ״forderevon uns was du willst, mit Freuden und gerne werden wir dir Alles opfern, — aber das was d« eben