Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1865-1866)
- Issue
- Heft 11-12 (August 1866)
- Article
- Die zwei letzten Abschnitte des Pentateuch [Rezension]
- Date
- 1866-08-01
- Page
- 380 (sequence 17)
- Language
- German
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380 Die zwei letzten Abschnitte des Pentateuch. 5לאטד צו אח כני ישראל in diesen Stellen*') wird also Moschch von Gott durch den Auftrag der mit dem Worte צל bezeichncten befehlenden Ankündigung Seiner Gebote zum מצוה der göttlichen Gesetze gemacht, welcher Ausdruck bekanntlich öfters in Bezug auf Moscheh gebraucht ist. Hieraus ergibt sich, daß in den Worten תורה צור, לנו משה auch nach der von ihm ausgegebenen Erklärungsweise die Lehre keiueswegs, wie er meint, ״ein Gebot Moschehs und nicht Gottes genannt", sondern als die von Moscheh überbrachte, durch Moscheh gebotene Lehre bezeichnet wird, weßhalb auch Onkelos das Wort ,צור durch יהב übersetzt. — Auch der auf der Accentuation beruhende Grund des Verf. ist nicht stichhaltiger als die bereits widerlegten Bedenken; denn daß חורה mit צור, לנו durch den Accent verbunden ist, steht der im Talmud und Sifri niedergelegten Erklärung durchaus nicht entgegen; daß aber unter dem Worte!טורשר ein trennender Accent sich befindet, ist bereits durch die bet Widerlegung des zweiten Bedenkens des Vers, angeführte Erörterung Ihn Esra's und den Hinweis' auf 2. Ehr. 15, 8 erklärt, wo ,וחנמאר von עודד, welche Worte ganz in demselben Verhältnisse wie,טורשר und קהלח zu einander stehen, ebenfalls (durch einen wenn auch nicht zu den Reges so doch zu den vuoes gehörenden Accent) getrennt sind, was ohne Zweifel darin seinen Grund hat, weil zu עודד ebenso wie zu קר,לח ein ל hinzugedacht werden muß. Dieß geht ebenso wie das oben über die Bedeutung des Wortes ,צור Bemerkte aus der Uebersetzung und der mit der Accentuation des Textes übereinstimmenden Accentuation des Onkelos hervor; demgemäß wäre nach der Accentuation und der vollkommen damit in Einklang stehenden Erklärung unserer Weisen zu übersetzen: ״Eine Lehre hat uns Moscheh geboten als ein ״für die Gemeinde Jakobs zu vererbendes Gut." Daß nun der Verf. diese einfache, sprachlich begründete, in Targum, Sifri, und Talmud ntedergelegte Auffassung mit einer Uebersetzung vertauschte, bet der, wie schon aus der Note hervorgeht, die der Verfasser seiner Ueber- *) Durch die besondere Bedeutung, die an den zuletzt erwähnten fünf Stellen nach Sifra, Sifri und Kidduschin 29 a. die Wahl des Ausdrucks צו hat, wird selbstverständlich an der Thatsache, daß die Moscheh von Gott anbefohlene Gesetzesüberbringung mit dem Worte'צל bezeichnet wird, nichts geändert.