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Jeschurun · 1866-08-01 · Heft 11-12 (August 1866) · p. 377

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1865-1866)
Issue
Heft 11-12 (August 1866)
Article
Die zwei letzten Abschnitte des Pentateuch [Rezension]
Date
1866-08-01
Page
377 (sequence 14)
Language
German
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Von Dr. I. Gugenheimer. 377 4, 3 begründet wird. Will man übrigens diese Wortcrklärung nicht annehmen, so ließen sich die Worte ישא מרביתיך übersetzen: ״wird ״tragen in Folge Deiner Worte", b. h. Israel wird alle Leiden, die es bet Erfüllung seines Berufes treffen, in Hinblick auf Gottes Wort ertragen, in welchem Sinne das Wort נשא ebenfalls gebraucht wird, wie z. B. aus Micha 7, 9, 2. B. Kon. 18, 14 hervorgeht, oder man könnte .nach der bereits von Ramban z. St. nachgewiesenen Bedeutung des Wortes נשא übersetzen: ״wird es sprechen in Folge Deiner Worte," d. h. es wird trotz aller um des Gesetzes willen zu ertragenden- Leiden in Folge des göttlichen Wortes die Thora dem folgenden V. gemäß als das Höchste, unveräußerliche, unter allen Umständen zu vererbende Gut der Gemeinde Jakobs betrachten. Der Wechsel der Person und Zahl, den der Vers, ״als bet den bisherigen Erklärungen am Meisten störend" bezeichnet, macht allerdings eine Unebenheit in der Uebersetzung unvermeidlich, berechtigt aber noch nicht, ein Wort aktiver Bedeutung als Passivum zu erklären. V. 4 übersetzt der Vers.: ״״Eine Lehre hat uns Moscheh ge--- boten: Etgenthum wird die Gemeinde Jakobs"", wozu der Verf. folgende Note beifügte: ״Etgenthum, nämlich Gottes, vgl. 2. B. M. 19, 5, 6; n. d. btsh. gew. Erkl.: Die Lehre, welche uns Moses geboten, sei ein Erbgut der Gem. J.'s!" Die Gründe, um dcrentwillen der Verf. von dieser Auffassung abgeht, sind: ״Danach muß "מורשה als Prädikat zu הורה auf die Zukunft bezogen werden. (Die ״T. soll ein Erbgut sein!) צוה muß als zukünftige Vergangenheit ״aufgefaßt werden. (D. T., welche M. uns geboten haben wird, ״soll u. s. w.), da die Rede ihren Standpunkt vor der Gesetzge- ״bung hat. Ferner muß מורשה dann für den Llat. oonsir. steh'n ״oder קהלת für לקהלת. Außerdem bleibt bei dieser Erklärungsweise ״auffallend, daß die ganze zu erwartende (offenbarte) Lehre von ״vornherein ein Gebot Mosche's und nicht Gottes genannt wird. ״Endlich ist durch die Accentuation הורה mit צור, לנו eng verbunden, ״von dem es nach dieser Erklärung getrennt, dagegen, מורשה von "קהלה יעקב getrennt, mit dem es verbunden sein müßte. —Die Prüfung dieser Gründe wird zeigen, daß sie, selbst wenn die vom Verf. in der Note angeführte Erklärung nur — wie er sie nennt — eine ״gewöhnliche" ulid nicht die von unseren Weisen in Sisri und Talmud niedergelegte und auch halachtsch angewandte Auffassung

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