Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1865-1866)
- Issue
- Heft 11-12 (August 1866)
- Article
- Die zwei letzten Abschnitte des Pentateuch [Rezension]
- Date
- 1866-08-01
- Page
- 367 (sequence 4)
- Language
- German
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Von Dr. I. Gügenheimer- 367 ״vgl. Jes. C. 12, 8. ssoll Wohl heißen: C. 11, 8} auch Jerem. המדבר הייתי לישראל 31 ,2״ und Hos. 9,10,'.ב^בים במרבד מ8אתי יש ״Das Aufstören und Davontragen des Nestes im folg. V. bezieht sich ״offenbar auf die Befreiung aus Miz., vgl. 2 M. 19, 4. Eben ״deshalb kann auch יכוננהו nicht mit den alten Erklärungen auf die ״Gesetz gebung bezogen werden, was auch wegen der vor- und nach- ״stehenden Verba, die ein äußeres Ucberwachen bezeichnen, unhassend ״erscheint." — Sämmtliche Grunde, mit denen der Verf. feine dem einfachen Schriftsiune und der auf demselben beruhenden Erklärung unserer Weise in Sifri z. St. und in der Mechittha 'פ' יתרו פ' ט widersprechende Auffassung zu motivtren sucht, sind unhaltbar. Die von ihm angeführte Stelle Jes. 11,8 kann schon darum nichts für seine Auffassung beweisen, weil es nach der Bemerkung des רא״בר zu 1 ,12 הל' מלכים mindestens zweifelhaft erscheint, ob diese Stelle in metaphorischem Sinn zu nehmen ist? Aber selbst wenn dies der Fall wäre, könnte dieselbe nicht als Parallelstelle für unfern Vers gelten, da in diesem nicht, wie Jes. 11, 8, von den Thieren der Wüste, sondern von der Wüste und von dem in derselben vernehmbaren Klagegetöne die Rede ist; aus dem Umstande, daß dieses Getön von den Thieren der Wüste herrührt, geht durchaus nicht hervor, daß in unserem Verse ein Vergleich mit denselben ausgesprochen sein soll; es ist vielmehr, wie bereits Abarbanel z. St. und zu 2. B. M. 23, 20 erklärt, sehr naheliegend, daß in unserem Verse die Schrecknisse der Wüste darum so lebhaft geschildert werden, weil der im Wüstenlande zu Theil gewordene Schutz eben rücksichtlich der dort vorhandenen Gefahren Gottes Liebe zu Israel in besonderem ׳ Grade erkennen läßt; darum wird auch an verschiedenen Stellen der 5 der hl. Schrift wie z. B. 5. B. M. 8, 15, Hoschea 13, 5 unter י Hervorhebung der Eigenthümlichketten der Wüste an die durch j die Erhaltung in derselben kundgewordene göttliche Vorsehung erins nert. Die beiden andern Stellen, die der Vers, zur Begründung sei- J ner Erklärung anführt, beweisen ebenfalls gar nichts für dieselbe. | Jer. 2, 31 bezieht sich nach der im Jalkut Schimoni z. St. angej führten Erklärung unserer Weisen, nach Raschi und Abarbanel z. s St. auf die Wüste, in der sich unsere Vorfahren nach dem Auszuge § aus Mizrajim befanden; ebenso bezieht sich Hoschea 9, 10, welche si Stelle bereits im Stsrt als Parallelstelle für unfern Vers angeführt