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Jeschurun · 1866-08-01 · Heft 11-12 (August 1866) · p. 365

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1865-1866)
Issue
Heft 11-12 (August 1866)
Article
Die zwei letzten Abschnitte des Pentateuch [Rezension]
Date
1866-08-01
Page
365 (sequence 2)
Language
German
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Von vr. I. Gugenheimer. 365 sie, ihr Makel ist es"; ober (wie in der von vr. Zunz redigirten Uebersetzung übertragen wird) ״Nicht Sein ist das Verderben, Seiner Kinder Sündenmakel ist es", enthält durchaus keine Verrenkung des Verses, entspricht auch den Accenten und wurde bereits von R. Wolf Heidenhetm in הבנת המקריא z. St. sprachlich vollkommen gerechtfertigt. Dieser Forscher zeigt nämlich unter Hinweisung auf Jirmijah 5, 13, 5. B. M. 32, 35, Hoschea 13, 9, wo die Pielformen in ו׳עלם ,והדבר und *pptf ebenfalls als Substantiva gebraucht werden, daß das Wort שחת in unserem Verse nicht als Zeitwort sondern als Hauptwort zu betrachten ist. Wir glauben nicht, daß der Vers, diese Auffassung des Wortes שחת als unnatürliche Verrenkung zu begreifen vermag, da ja er selbst 6. B. M. 32, 35 die Piclform שלם als Substantiv durch ״Vergeltung" übersetzt. Diese Auffassung wurde bereits von Zbn Esra durch den Hinweis ans Jirmija 44, 21 begründet, wo die Pielsorm in הקטר unzweifelhaft als Substantiv genommen werden muß, wonach nicht einzusehen ist, weßhalb diese Form nicht auch in unserem Verse als Hauptwort interpretirt werden konnte; ja es wird sogar diese Interpretation nach einer Bemerkung des R. Wolf Hetdenheim durch die Stellung des Accentes erfordert, da in dem Worte שחת, wenn es als Zeitwort aufzufassen wäre, so wie in 3 בחש. B. M. 5, 22, Jjob 8, 18, der Accent auf der vorletzten Silbe stehen sollte. Es ist daher durchaus kein Grund vorhanden, zu der höchst gezwungenen Annahme des Vers., die in לא eine Correktur erblickt, die Zusiucht zu nehmen; der Sinn des Verses besteht vielmehr im Zusammenhänge mit dem vorhergehenden Verse, in dem die Gerechtigkeit und Liebe Gottes geschildert wird, darin, daß das Verderben nicht von Gott ausgeht, schon darum Gott nicht zugeschrieben werden kann, weil Israel Gottes Kinder sind, weßhalb das vorhandene Verderben ausschließlich ihre Schuld, nur durch ihren sündhaften Wandel hervorgerufen sein kann. Da nun diese Interpretation Naschi's, wie aus den angeführten Stellen hervorgeht sprachlich vollkommen begründet ist, und, insbesondere in der zweiten Fassung מומם של בניו, sich auch den Acernten genau anschließt: scheint uns die Behauptung des Verf., daß ״der Vers von allen bisherigen Erklärungen und Uebersetzungen ״unnatürlich verrenkt worden," und daß seine Uebersetzung ״allein den Accenten gemäß" sei-der Berechtigung zu entbehren.

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