Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1865-1866)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1866)
- Article
- Die letzten zwei Abschnitte des Pentateuch [Rezension]
- Date
- 1866-07-01
- Page
- 328 (sequence 6)
- Language
- German
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328 Die zwei letzten Abschnitte bös' Pentateuch. In der Anmerkung zu V. 3 sagt der Vers.: ״vrgl. Einl. הבו נדל" ist an die V. 1 angeredetcn שמים ואדץ gerichtet, ׳ da in dem gan- ״zen Liede nirgend das Moscheh gleichzeitige Israel angeredet wird. Darum muß 2׳ am Anfang des V. mit ״denn" übersetzt werden. Dennoch ist MS dem V. die von unseren Weisen daran geknüpfte ״Halachah, daß man Gott huldigen müsse, so oft sein Name ge- ״nannt wird, ״deutlich zu entnehmen". Daß die erwähnte Halachah daß maN Gott huldigen müsse, so oft sein Name genannt wird, aus dem Verse, selbst wenn sich die Worte הבו גרל auf שמים וארץ bezögen, ״deutlich zu entnehmen" wäre, dürfte wohl schwer zu deduziren sein. Uebrigcns ist der Grund, um dessentwillcn der Verf. von der die Worte הבו גדל aus Ji srael beziehenden traditionellen Auffassung abgtng, durchaus nicht stichhaltig׳. Die Frage, wieso, nachdem in den vorhergehenden Versen Israels nicht erwähnt ist, in den Worten הבו גדל eine an Israel gerichtete Aufforderung liegen kann, wurde bereits von Abarbanel, der der traditionellen Auffassung der Stelle treu blieb, aufgeworfen und damit beantwortet, daß, nachdem Moscheh, wie aus 5. B. M. 31, 30 hervorgeht, das Lied ״vor den Ohren der ganzen Versammlung Israels" vortrug, bet dem ganzen Liede daher die Angehörigen Israels die Angeredeten waren, es durchaus nicht erforderlich sein konnte, Israel zu nennen um eine Aufforderüng an dasselbe zu richten. Mit dieser ebenso einfachen als einleuchtenden Antwort Abarbanel'ö ist daher der Grund, den der Vers, gegen die traditionelle Erklärung geltend macht, vollkommen beseitigt. Auch geht aus den in Sifri und Abarbanel sich befindenden Deutungen des V. 7 hervor, daß die Voraussetzung des Verf., in dem ganzen Liede werde nirgends das Moscheh gleichzeitige Israel angeredet, unbegründet ist. In Sifri heißt es nämlich: זכור ימות עורם הזכרו מה.שעשיתי ברורות הראשונים מה שעשיתי באנשי דור המבול מה שעשיתי באנשי דור הפלגה מה שעשיתי באנשי סדום ועמורה• Da also mit den Worten זכור ימות עולם nach dieser Erklärung des Sifri nur an Ereignisse, die den Zeiten Moscheh's vorausgegangen, an die SintflUth, Zerstreuung der Menschen und Bestrafung SodoM's und Gomorrha's erinnert wird, ist kein Grund zur Annahme vorhanden, daß jene Aufforderung nicht an das Moscheh gleichzeitige Israel gerichtet sei. Abarbanel erklärt die zweite-Hälfte des 7 V. in folgender Weise: ״Ihr (d. h. diejenigen, welche das Lied änhörten,