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Jeschurun · 1866-07-01 · Heft 10 (Juli 1866) · p. 329

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1865-1866)
Issue
Heft 10 (Juli 1866)
Article
Die letzten zwei Abschnitte des Pentateuch [Rezension]
Date
1866-07-01
Page
329 (sequence 7)
Language
German
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329 Von vr. I. Gugenheimer. ״mit dem Moses von seinem Volte Abschied nahm) habt allerdings ״den Auszug aus Mizrajim nicht gesehen, .aber euere Väter (die ״während der vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste starben) ״könnten euch erzählen, daß sie dort Sklaven waren, und daß sie ״Gott von dort mit Seiner starken Macht herausführte; obgleich ״nun. euere Väter heute bereits nicht mehr leben, so sind doch auch ״jetzt noch Alte, nämlich Jehoschua und Kaleb unter euch, die ״persönlich zu denjenigen gehörten, welche aus Mizrajim zogen; und dies ist mit den Worten: ״deine Alten, daß sie dir es sagen" an- ״gedeutet, nämlich sie (Jehoschua und Kaleb) werden dir dies sagen." Die Annahme des Vers-, daß in dem ganzen Liede nirgends das das Moscheh gleichzeitige Jsrvel angeredet wird, entbehrt daher jeder Begründung. Demnach kann die Behauptung, daß die Worte *?הכו גד nicht an Israel sondern an Himmel und Erde gerichtet sind, obgleich bereits Jbn Esra und Ralbag den Vers in diesem Sinne erklärten, um so weniger gerechtfertigt werden, als durch dieses Abgehen von der traditionellen, Joma 37 a niedergelegten Interpret«- tion (כי שם ד׳ אקרא הכו גדל ל^קינו אמר אליהן משה לישראל וכוי) nicht blos der von dem Vers, angeführten Halachah sondern auch einer anderen von dem Vers, nicht erwähnten, aus der angeführten Schriftstelle resultirenden, nach vielen Gesetzeslehrern als ראוריהא zu betrachtenden Vorschrift ihre Basis entzogen wird, nämlich der Berachoth 21 a, Mechiltha לפי בא פ' מ״ו aus dieser Schriststelle deduzirten Pflicht, die von R. Mosche b. Nachman als ein besonderes Gebot der Thora bezeichnet wird. Ueber den Grund, weßhalb Maimonides dieselbe nicht zu den göttlichen Geboten rechnet, s. צל״ה למס׳ ברכות ד׳ כ״א; nach der Ansicht des R. Mosche mi-Train in קריה מפר הלי חפלה פ' י״ב hätte aber ׳ auch Maimonides jene Vorschrift, obgleich er ste nicht als besonderes Gebot auszählt, dennoch als מראוריתא betrachtet. Daß die traditionelle Auffassung des Verses, bei der, wie der Vers, ebenfalls zuzugeben scheint, das Wort כי nicht mit ״denn" sondern mit ״wenn" übersetzt werden muß, vollkommen zu begründen ist, geht schon aus den von Nascht z. St. und zu Bcrachot 45 a und speciell hinsichtlich der Berachot 21 a deduzirten Vorschrift aus den im Commentare des R. Moscheh Frankfurt zur angeführten Mechilthastelle und in מ' קרושה וכרכה f. 48 d. gegebenen Andeutun gen hervor. (Fortsetzung folgt.) 22

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