Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1865-1866)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1866)
- Article
- Noch ein Wort in Angelegenheit der Wahl eines Grand Rabbin von Frankreich
- Date
- 1866-06-01
- Page
- 289 (sequence 9)
- Language
- German
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.eines Grand-Rabbin van Frankreich, 2M Versündigung an der Pastoralkliigheit, und darum strömt ihr Mund, immer und immer von BexherrltchMg des Sieges über, den die Indenheit in dieser glorreichen Zeit der politischen Gleichheit und, Rechtsanerkcnnung feiert, aber von der Niederlage, die das Judenthnm in derselben Zeit erlitten und. «leihet, dapon schweigt ihr Muich r— Und ist das das Judenthum, das der Geist des Sanhedrin, den wir ans dem Grabe zu Zeugen ayrufen möchten, als, das seintge anerkennen, ass das Judenthum anerkennen würde, das er mit seinen Prtncipien sanctionirt und das ans Grund dieser Principi?« stch,, wie des Wohlgefallens vor Gott, so auch der staatlichen Wege Ws Erden erfreuen sollte? Ist das das Judenthnm, mit dessen Pflege W einst vor GM gerecht zu werden gedenken? Wollte Gott, wir sähen zu schwarz, und es sei die Wirklichkeit nicht noch hei weitem trüber, als. diese Zeilen in flüchtigen Zügen zu zeichnen gewagt. Fallen aber djeft Züge nicht weit von der Wahrheit, welch' ein Moment von, unberechenbarer Tragweite ist nicht die Wahl eines, Mannes, dem, das Heft der höchsten Leitung der religiösen Angelegcnheiten jetzt in die Hand gegeben, der auf einen Höhepunkt gestellt werden soll, von dem ans entweder dieser drohende religiöse Jam* mer, den wir vor unsere Augen zn stellen gewagt, sich selbst überlassen bleiben und darum nur in immer progressiven Steigerung dem, gänzlichen, Verfall entgegen gehen wird, oder der JchpM. zur Besserung und Heilung gegeben Werden muß wenn überhaupt das Bes-, fere kommen soll! Vergegenwärtigen wir uns die Stellung und die Aufgabe, die des zn Wählenden warten, auch nur in einigen hervorragenden Beziehuugen, um uns zu sagen, was für eines Manges es hier bedürfe^ und welche parteilose Umsicht und Sorgfalt hier Pflicht für Alle sei, damit der Gecigentste in Wahrheit gewählt werde. Die eigentliche Sache der jüdischen Religion, um deren Angelegenbctt cs sich doch hier ganz ausschließlich handelt, hat, wie wir bereits bemerkt, auf französischem Boden das Unglück so wenig zu gelten, daß in dem Collegium, dem die höchste Eentralleitung der jüdisch religiösen Angelegenheit Wvertraut ist, dm GrauhnPahbin der einzige ist, bet dessen Wahl Kcnntniß der Religion und Achtung