Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1865-1866)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1866)
- Article
- Beiträge zum Verständnis der ersten Blätter des Pentateuch
- Date
- 1866-02-01
- Page
- 143 (sequence 3)
- Language
- German
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ersten Blätter des Pentateuch. 143 snng des allgemeinen Menschenberufs zur Erfüllung bringt. Der Mann wählt sich seinen eigenen Beruf, das Weib erhält ihn im Anschluß an den Manu. (Siehe Jeschurun VIII. S. 529 u. ff.) . 28. 'ויברך אתם א; ויאמר להם א. Beide segnet Gott und beiden gab Gott die Erfüllung der Menschenbestimmung auf Erden zur Aufgabe. Wahrend cs aber oben V. 22 heißt ויברך אתם א׳ לאמר, heißt es hier 'ויברך אתם א' ויאמר להם א. Dort, bei den unfreien lebendigen Wesen ist, wie dort schon bemerkt, mit der Segenerthcilung, d. h. mit der Ertheilung der Kraft und Fähigkeit zur Fortpflanzung und Pflege der Zungen sofort auch die Verwirklichung dieses Segens bereits gegeben. Fortpflanzung und Sorge für die Jungen ist ein rein physischer Akt, der sich durch den mit dem allmächtigen Gottcssegen gegebenen Trieb mit ebensolcher Nothwendigkeit vollzieht, wie alle andern physischen Entwickelungendes lebendigen Organismus. Hier, bei dem Menschen, ist der Segen, d. h. die Ertheilung der Kraft und Fähigkeit, von der Erhaltung, d. h. von der Verwendung dieser Kräfte und Fähigkeiten zu dem von Gott mit ihnen beabsichtigten Zweck getrennt, die Erfüllung wird zur Aufgabe an den Menschen gerichtet, der sie mit sreithättgem Wollen als Pflicht zu losen hat. Was bei dem Thiece ein rein physischer.Akt ist, wird beim Menschen zur freisittlichen That. Es ist aber mit der viertheiligen Aufgabe: כבשה ,מלאו אה האר/׳ ,רבו ,ברו, die ganze freist ttliche Entwickelung des Menschengeschlechts auf Erden gegeben, ns ist die Ehe, רבו die Familie, מלאו die Gesellschaft, כבשוה das Eigenthnm. ns, die Ehe, die Vereinigung der Geschlechter zur Erzeugung der Menschen-Frucht, der Kinder. Wie in der Pflanzen-Frucht die edelsten Kräfte und Säfte des Baumes zu einem selbstständigen Keime gereift ״frei" werden (siehe oben V. 1 1) so vereinigen Vater und Mutter das ihnen an Göttlichem und Menschlichem innewohnende Edelste zur Erzeugung etneö selbstständig werdenden Menschenkeims. רבו, die Familie. רבה sich vervielfältigen. Schon die blos phyfische Vermehrung des Menschengeschlechts setzt ein Mehrcres als blos Erzeugung von Kindern voraus. Ist schon bei vielen Thiergeschlechter» die Vermehrung durch die Sorgfalt für die Jungen bedingt, so ist dies bei dem Menschcngeschlechte auch schon rein phyfisch genommen eine noch höhere Nothwendigkeit. Das Menschen-Kind