Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1865-1866)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1866)
- Article
- Die Ordnung für die israel. Gemeinde in Lübeck
- Date
- 1866-01-01
- Page
- 126 (sequence 4)
- Language
- German
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126 Die'Ordnung für die gesehen nnd ohne Rücksicht auf deren wcitgrcifendc Bedeutung, zur gerechten Entrüstung der treuen Bekenner in und außer den fraglichen Gemeinden, entschieden wurden, so wollte die hiesige Gemeinde gegen solche Nebergriffe in das religiöse Gebiet und deren traurige Folgen (מעות לא יוכל לתקן) sich von vorn herein durch da? neue Gemeindestatut stchern, ebenso die Schmälerung der den Rcligiousun ׳ terricht bildenden Lehrvbjektc und nicht minder die Beschränkung der dafür in den Schnlplan aufgenonnnenen Stundenzahl durch die erforderliche Zuziehung des Rabbiners, so oft dergleichen Fragen vorliegen, verhüten. Damit aber auch kein vom Protokollführer (ebne Absicht) etwa ungeeignet gewählter Ausdruck zu verkehrten Folgernngen Gelegenheit bieten möge, ward in solchen Fällen dem Rabbiner auch die Protvkollführung übertragen. ad Art. 12. Dem Vorstande liegt ob: 1״. die Förderung religiöser Gesinnung und Sitte in der Gemeiudc, die Aufrcchthaltung der religiösen Anordnungen und Einrichtungen, sowie die Wachsamkeit über die Ordnung und den Anstand beim Gottesdienste." Bei dem leider in vielen Gemeinden herrschenden Zndifferentismus, bei dem vielfach wahrnehmbaren Abfall nnd Unglauben und bei der um sich greifenden Unkunde in den religiösen Anforderungen schien es unerläßlich geboten, bei dem Entwürfe eines neuen Gemeindestatuts auf die Erhaltung des Glaubens und der Pflichterfüllung svrgfältigst Bedacht zu nehmen. Das heilige Schriftwort ור,י<תמ ל׳ סמלה מכל העמים fordert unabweislich, daß die Zudenheit, daß die Gemeinden, daß jeder einzelne Bekenner der väterlichen Religion dafür sorge, daß die Eigenthümlichkeit unserer Nationalität nicht in einen hohlen Universaltsmus aufgehe. Können wir etwa nicht mit allen Völkern, in deren Mitte wir zerstreut wohnen, aufs freundlichste verkehren, den Geschäften, Künstcn und Wissenschaften mit Fleiß, Eifer nnd Liebe obliegen, uns an de» tausendfachen Schönheiten Gottes herrlicher Schöpfung ergötzen, uns mannigfache Genüsse gönnen, Ehrenstellen einnehmcn, zu