Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1865-1866)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1865)
- Article
- Die Schemone Esre
- Date
- 1865-12-01
- Page
- 75 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2932754-2932961-2932965-2949770--09802-2949796- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die Schemone Esre. 7S bartit enthaltene זמנה כל הלילה bedingen, da, wenn sie הזכה wäre die Zeit ebenso wie für ק״ש aus )׳׳o-Rücksicht beschränkt worden wäre. Siche ע^ה zur Stelle. Die von uns, wie wir glauben, nachgewiesene Identität der Schemone Esre mit den einzelnen Vollbringungen des Thamidopfers dürfte geeignet sein die Erklärung einiger die Schemone Esre betreffenden Stellen im Talmud zu erleichtern. Megilla 17 b. wird zur Erläuterung des Satzes, daß bei Umkehrung der geordneten Aufeianderfolge der ״Achtzehn Berachoth", )-למכה, der Gebetpflicht nicht Genüge geleistet sei, zuerst die בריתא aufgcführt: שמעון הפקולי המריר שטנה עשרה ברכות לפני רב! גמליאל על הסדר ביבנה, derzufolge die bestehende Reihenfolge der Berachoth keine willkürliche sei, sondern auf einer vor Rabban Gamliel in Jabne festgestellten Ordnung beruhe. Es wird sodann die andere בריחא hinzugcfügt: מאה ועשרים זקנים ובהם כמה נביאים תקנו שמנה עשרה ברכות על הסדר, derzufolge die Ordnung bereits eine von den א׳כנ׳הג׳, den Verfassern der Schemone Este, gegeben war. Die Frage was es denn der ordnenden Thätigkeit des שמעון הפקולי zur Zeit des N. Gamliel in Jabne bedurft habe nachdem die Ordnung der Berachoth bereits von Anfang an eine festgestellte war, wird damit beantwortet: שכחום והזר ומדרס, es sei die ursprüngliche Anordnung in Vergessenheit gerathen gewesen und שמעון הפקולי habe sie wieder hergestellt. Das Auffallende dieser Thatsache, daß die eigentliche Ordnung eines bereits seit Jahrhunderten dreimal täglich gesprochenen Gebetes in Vergessenheit gerathen konnte, dürfte durch die von uns, wie wir glauben, nächgcwiescne Parallele dieses Gebetes mit dem Thamidopfer eine wohl genügende Erklärung finden. Wir haben schon bemerkt, daß über die Reihenfolge der darzubringenden Gliedergruppen des Thamidopfers fünf verschiedene Ueberlieferungen vorhanden waren. Diese Gruppirung selbst stand durchaus fest. Es stand nämlich fest, daß zum Kopfe der rechte Fuß u. s. w. gehöre, die beiden Vorderfüsse für sich allein zusammen eine Gruppe bilden u. s. w. Allein es stand nicht fest, in welcher Aufeinanderfolge diese Gliedergrnppen zum Altar gebracht und dem Feuer übergeben worden. Fand nun eine jede dieser Gruppen ihren Gebetausdruck in * einer der mittleren Berachoth, so konnten naturgemäß hinsichtlich der 6*