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Jeschurun · 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. 46

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1865-1866)
Issue
Heft 2 (November 1865)
Article
Beiträge zum Verständnis der ersten Blätter des Pentateuch
Date
1865-11-01
Page
46 (sequence 6)
Language
German
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46 Beiträge zum Verständnis! der ihm überantwortet wurde. Eine Wahrheit, die man sich nicht oft genug für das Verständniß und die richtige Auffassung der ח׳שב׳כ vergegenwärtigen kann. Als dem jüdischen Volke zuerst diese Schöpfungsgeschichte in die Hand gegeben wurde, waren ihm bereits die מאורות zu אותות und מועדים geworden. Es begreift sich hiernach auch, wie ח׳ז׳ל die Bedeutung des מאור הקטן als Wahrzeichen Israels in seinem Verhältniß zum größeren Lichte, als dem Wahrzeichen der übrigen nach der Sonne zählenden Völker, zu dieser Stelle hier weiter entwickelten. 20. Die Schöpfungen der ersten drei Tage stehen in Beziehung zu den folgenden drei Tagen. Das Licht des ersten Tages erhält am vierten Träger und dadurch erst vollends diejenige Stellung zur Erde, die seine Einwirkung auf die Entwickelung und das Leden der Erde bedingt. Der Wasser- und Luft-Raum des zweiten Tages erhält am fünften seine lebendige Welt und die am dritte n hervorgetretene und mit Pflanzen geschmückte Erde am sechsten ihre lebendigen Bewohner. Mit dem siebten beginnt eine neue Welt, die Welt der Menschencrziehung zu Gott, es ist wieder ein erster Tag, aber ein höherer, mit dem geistigen Licht der Gottescrkenntniß, dem aber fein vierter, seine Träger fehlen an אין לו רן Erst mit Israel, dem achten Gotteswerk für die Weltgestaltung erhielt auch dieses geistige Licht seine Träger, ישראל יהי׳ בן זוגן״, wie ח׳ז׳ל dieses Verhältniß ausdrückten. Mit dem fünften Tage treten wir in den Kreis des Lebendigen. An den Rand des Oceans führt uns das göttliche Wort, zeigt uns Wasser und Luft und spricht: ״Es sprach Gott, daß die Wasser Hervorbringen sollen sich bewegende lebende Wesen und der Vogel stiege über der Erde vor der Wölbung des Himmels." —שרץ, lautverwandt mit שרש und זח, die auch eine rüstige, treibende Bewegung ausdrücken, scheint durch das verstärkende, die Ueberwindung äußerer Hindernisse ausdrückende ץ, die selbstständige Bewegnn g, das erste und augenfälligste Merkmal des Lebens anszudrükke». Der kleinste Punkt, an dem wir selbstständige Bewegung wahrnehmen, kündigt eben damit sich als Lebendiges an. שרץ bezeichnet daher zunächst das niedere Thier, dessen Lebcndigsetn sich unserer Wahrnehmung insbesondere durch seine selbstständige Bewegung dar-

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