Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1864-1865)
- Issue
- Heft 11 (August 1865)
- Article
- Beiträge zum Verständnis der ersten Blätter des Pentateuch
- Date
- 1865-08-01
- Page
- 344 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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344 Beiträge zum Verständnis! der gestattet. Dem ישראל ist das geschlechtliche Leben schon auch durch diese rro איסורי enger geheiligt, den כהניס bm־d) איסורי לאו רכהונה und dem כה׳'ג׳, in welchem die Blüthc der jüdischen Individualität gipfeln soll, selbst durch כי אם בחולה מעמיו יקה אשה ,חייבי עשה die Grenze noch enger gezogen. So erblüht das geistig und sittlich Höchste nur aus präciS um schränktem sittlichen Gattnngsleben, und keusche Sittlichkeit ist der Boden, in dem allein die göttlich hohe Blüthe der Menschcngattung gedeiht. , Dieser innige Zusammenhang der reinen Fortdauer der Gattunz mit dem unverbrüchlichen Gehorsam, den das Individuum den göttlichen Gattungsgesetzen zollt, dürfte in nnscrm Verse noch eine tiefe Andeutung finden. In den anordnenden Gottesworten ist das :^-Gesetz für Gräser und Kräuter nicht ausgesprochen. Es heißt für diese nur: הדשא האר^ דשא עשב מזריע ורע. Gleichwohl lautet die Erfnllungותוצא האר• דשא עשב מזריע זרע למינהו.- Es war somit das Gattungsgcsetz למינו als stillschweigend selbstverständliche. Voraussetzung schon in dem Geheiße תדשא עשב מזריע זרע gegeben, die Forterhaltung der Gattung ist somit wesentlich durch die Reinhaltung der Geschlechter bedingt, und jede Nichtachtung der göttlichen Gattungsgcsetze gräbt ein Grab für die Gattung. Geschlechtliche Ausschweifnngen begraben Individuen und Völker und die Beachtung der durch die איסורי ביאה für die Menschen und die jüdischen Menschen von Gott gezogenen Schranken des geschlechtlichen Lebens, ist die Grundbcdingung des geistigen und sittlichen Adels der Menschen- und Zuden-Geschlechter. Liegt doch der Ernst dieser Gattnngsgcsetzc in der Unfruchtbarkeit der Bastardthiere zu Tage; und wen!: die von Tacitus und Plinius bewahrten Berichte der römischen Soldaten über die nicht genüg anzustaunendc Fülle und Vollkommenheit der Früchte in dem ihren Legionen zur Beute gefallenen Judäa, die im jüdischen Schrtftthum enthaltenen Ueberliefcrungen in diesem Punkte auch dem schwierigsten Skeptiker bestätigen, so liegt doch hierin mindestens der Beweis, daß auch für die Boden- und Baumkultur die willkürliche, naturd. h gesetzwidrige Kreuzung der Gattungen nicht die Veredlung der Früchte bedingt, und die Thatsache, daß es kaum noch gelingt einen kräftigen Frnchtbaum aus dein Samen zu erzielen, dürfte die Frage sehr nabe legen, ob die sogenannte Veredlung der Früchte nicht in der That eine Dcgcnerirung der Baumgcschlechter