Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1864-1865)
- Issue
- Heft 11 (August 1865)
- Article
- Beiträge zum Verständnis der ersten Blätter des Pentateuch
- Date
- 1865-08-01
- Page
- 343 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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ersten Blätter des Pentateuch. 343 Juden beginnt das Gottesgesetz. Scho» als organische Wesen unterstehen wir dem Gottesgesetze, können unsere besondere von ihm auch uns ertheilte Bestimmung nur innerhalb der von Ihm uns gezogenen Schranken erreichen, können auch, wie alle Wesen, unsere höchste individuelle Selbstständigkeit und Freiheit nur in der Nmschränkung des göttlichen Gesetzes entfalten. Die ganze nun ist nichts als das מינו!? für den jüdischen Menschen. Das Gesetz, das für alle unfreien Wesen sich in ihnen ausspricht und sie willenlos beherrscht, das ist für den Menschen und den jüdischen Menschen an sie ausgesprochen, damit sie es frei in sich ansnehmen, von ihm alle ihre Kräfte und Triebe, Kraft- und Willensäußerungen frei beherrschen lassen, und eben in dieser freien Unterordnung ilnter das Gottesgeseh ihr höheres מין-, ihre höhere Gattungsbestimmung rein und voll zur Verwirklichung bringen. Wie Gott den Grashalm und die Ceder, die Kornähre und den Wetnstock in seinem Welten-Haushalte braucht und jedem sein Gesetz ertheilt und in dessen treuer Erfüllung Jegliches froh seines Daseins lebt, unbekümmert darum, warum es Grashalm und nicht Ceder, warum es Aehre und nicht Weinstock, warum Weinstvck und nicht Aehre, wa׳' rum Ceder und nicht Grashalm geworden, Gott den Weltenplan überlassend,.froh und glücklich seines Theils seinen Beitrag treu und voll zum Ganzen zu liefern: — so braucht Gott auch in seinem Menschen-Reiche Menschen und Juden, hat jedem seine Bestimmung und sein Gesetz ertheilt und der große Gotteszweck wird nur dann erreicht, wenn Jeder froh und munter, rein und wahr, treu und voll die Bestimmung löst und das Gesetz erfüllt, das Gott ihm ertheilt, und in dieser Erfüllung den Beitrag zum Heile des Ganzen bringt, den Gott von ihm erwartet — Unter diesen, die Menschen-Kräfte und Triebe zu regeln und zu letten bestimmten, Gesetzen stehen aber die über עריוח, über das geschlechtliche Leben oben an. Von ihrer Beachtung ist ganz Vorzug- ^tch die Rein- und Edelerhaltung des specifisch geistigen und sittlichen Mcnschen-Charakters in der Menschen-Gattung und des Inden in der jüdischen Menschenfamilie bedingt. Und je höher die Gattung steigt um so umschriebener wird das geschlechtliche Leben, um so cnger die Grenzen, innerhalb bereit das Geschlecht sich fortpflanzen kann und soll. Auch בגי נח haben עריות, aber שאר אחוה ונרה ist ihnen