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Jeschurun · 1865-05-01 · Heft 8 (Mai 1865) · p. 248

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1864-1865)
Issue
Heft 8 (Mai 1865)
Article
Einige Andeutungen über die Benutzung der ersten Lebensjahre für die Erziehung
Date
1865-05-01
Page
248 (sequence 4)
Language
German
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m Umg'e Astdrütüngm übet dÄ- . '' Hindernisse׳vorweg aus dem Wege zü räümvn^ un׳ö''ZögMg' wie Erzieher zum frohen Empfängen und zum heitern Geben der edelsten Keime sittlicher Menschenzukunft zu führen. ״Also schön jetzt mit diesemmeinem kleinen, kaum vierteljäh- > eigen Engel müßte ich die Erziehung beginnen und schon jetzt daran denke!!- mich für diese Aufgabe gehörig vorzuberetten? Ist dies in der TM Ihr Ernst?" - Es war dies, in der That mein Ernst, so sehr, daß ich es wage, meine Gründe und meine mit herzlichem Danke von der freundlichen Fragerin hingenommenen Aenßerungen in diese Blätter niederznlegen. Vielleicht ist ein Körnlein Wahrheit daran, vielleicht fallen diese Blätter der einen oder der anderer! jungen Mutter in die Hände, die mit ähnlichem Ernste ihre Mutterpflicht an ihren! Kinde üben möchte, und wird das Körnlein Wahrheit ihr und ihren! Kinde zum Segen. Schon diese Möglichkeit wird aber ihren Inhalt auch nicht ungeeignet erscheinen lassen, der Einladung zur Jahresprüfung einer Schule beigegeben zu werden. Wird doch nirgend also, als in der ׳Schule die Erfahrung gemacht, wie selbst die geistigsten Leistungen ihrem tiefsten Grunde nach auf sittlicher Unterlage beruhen. Ist daher ׳doch vor Allem die Schule in der Lage, sehnsüchtig nach der bedeutendsten Pflanzstätte sittlichen Denkens und Wvllens, nach dem erziehenden Hanse anszublicken, daß die ihr von dort ans überant-- Worteten Menschenseelen ihr nicht ohne die allen wahrhaften Erfolg -sichernde sittliche Vorbedingung übergeben werden. Kann doch die . Schule nür dann vollständig das Ihrige leisten, wenn es das Haus nicht ׳verabsäumt hat und nicht aufhört, vollständig das Seine zu thun. Schule und Haus ergänzen sich, ersetzen sich aber nimmer, und viel, viel - früher hat der junge Mensch das'A-B-C und das Einmal Eins der sittlichen Lebensthemate und Exempel zu Hause zu erlernen, ehe er an der Hand der Schule zur Fibel und Tafel der viel leichter anzueignenden theoretischen Bildung geführt wird. Die folgenden.׳Erwägungen dürften vielleicht unserem Gegenstände einiges Interesse und einige Aufklärung gewinnen. Brav sein, ist eine Kunst, das ist das ganzeBischen Weisheit, das wir über dieses Thema zu bringen hätten, brav sein ist eine Kunst, und wohl die schwerste Kunst, die der Mensch in seinem Lehen zu erlernen und zu üben berufen fein dürfte. Denn was ist

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